Die Farben Sansibars

Jeder Ort dieser Welt fühlt sich anders an. Riecht anders, schmeckt anders und hat seine eigene Art von Schönheit. Auffallend schön ist Sansibar. Die Farben der Insel sind ebenso intensiv wie vielfältig. Wo, wenn nicht dort, gibt es leuchtendes Blau, Grün, Gelb, und Rot? Natürlich finde ich auch Pink, Orange, Lila, Braun… Und dann dieses magische Türkis des Indischen Ozeans – mit Abstand die suggestivste Farbe von allen. Manchmal wirkt es blau und dann wieder grün. Also habe ich das Meer beiden Kategorien zugeordnet.

Mit Blau möchte ich anfangen, denn Blau ist allgegenwärtig.

Im Himmel, Wasser, auf Fenstern, Türen, Kleidern. Ich sehe es in Stone Town, der Hauptstadt. Und an jedem anderen Ort der Insel. Sogar der Fisch auf dem Darajani-Markt schimmert bläulich.

Fisch auf dem Markt in Sansibar.

Kleine Pause: Arbeiter hinter den Markthallen in Stone Town.

Ein Fischer auf seiner Dau vor Sansibars Küste.

Fährt noch? Egal. Knallblau.

Mit dem Motorrad zum Markt. Helm: himmelblau.

Mal scheint der Ozean blau.

Die zweithäufigste Farbe der Insel ist Grün.

Auf Sansibar wächst und gedeiht alles, es ist die Insel der Gewürze. Und niemand geht hier weg, ohne eine Plantagentour gemacht zu haben. Ohne Stone Town gesehen zu haben. Bei der Tour geht es nicht nur um Zimt, Kardamom und Ingwer, sondern um die Pflanzenvielfalt der Insel. Kapok, Mandel- und Avocadobäume, Cashews und Palmen überall. Jackfruits, die wie überdimensionierte Seegurken aussehen.

Sansibar ist grün: Bäume bis an den Strand.

Ein Baum voller Jackfruits.

Palmen wuchern über die Insel.

Palmen drehen sich in die Höhe.

Und mal scheint der Ozean grün. Türkisgrün.

Rot? Unverzichtbar. Rot bildet den Kontrast zu allem.

Ich finde es im Detail. Die Kaffeekirsche gilt als erntereif, wenn sie rot ist. Und sie muss von Hand gepflückt werden, denn sie ist meist in Begleitung von unreifem Grün. Multifunktionale Kanga-Tücher gehören zum Bild in den Straßen von Stone Town. Verziert mit einem Spruch auf Suaheli.

Wann ist die Kaffeekirsche reif? Wen sie rot ist.

Ein Kanga-Tuch mit Suaheli-Spruch.

Rote Akzente. Kangas. Kopftücher.

Traditionelle Stoffe für Kissen und Möbel in Matemwe.

Gelb ist gute Laune. Es passt zu Sansibar.

Gelb leuchtet das Äußere der Muskatnuss oder das Fleisch der Kakaofrucht, wenn man sie halbiert. Ganze Hauswände können gelb sein, Gebrauchsgegenstände wie Kanister. Und wenn etwas gelb ist, dann richtig. Sonnengelb.

Halbierte Kakaofrucht, das Fleisch ist gelb.

Spaziergang durch Stone Town.

Auf den Straßen der Hauptstadt Sansibars.

Weiß ist… der hellste Teil der Sonne.

Weiß beruhigt. Es gleicht aus. In der knallbunten Farbenwelt Sansibars hält es sich zurück. Und doch ist es da. Im Kleinen und Großen. Wattebäusche an Kapokbäumen. Kleidung, Wände. Ein historisches Hamam. Der Sand an den schönsten Stränden.

Wattebäusche am Baum? Kapok!

Weiße Kleidung, weiße Wand. Und doch ist Weiß rar.

Ein historisches Hamam in Stone Town.

Das Weiß verblasst in seiner Umgebung.

Am Ende stimmt das Farbspiel, und jeder findet seine Töne. Aber das Blau bleibt allgegenwärtig. Das Meer. Dem wir uns bei einer genialen Schnorcheltour genähert haben. Delfine!

Hakuna matata!

Text und Fotos: Elke Weiler

  1. Danke, liebe Elke. Da mach ich doch gerne mit und schau mal, was meine digitale Fotokiste so hergibt. 😉

    Übrigens sehr schöne Fotos hast du da ausgewählt.

    Liebe Grüße
    Ulli

  2. I love it!
    Tolle Bider, wunderschöne Insel 🙂
    Vielen Dank fürs Stöckchen-Fangen!
    LG Claudi

  3. Ach, Du warst ja flott… und dann noch so wunderschöne Fotos alle von Sansibar. Ich wünschte, ich hätte noch solch tolle Schüsse in meiner Fotokiste. Unbedingt ein Grund, noch einmal nach Tansania zu reisen 😉

  4. Wow! Wunderschöne Fotos, liebe Elke. Ich möchte mich sofort nach Sansibar beamen. Ich liebe das Fisch-Bild und das mit der lustig gewachsenen Palme. LG, Nadine

  5. Pingback: Capture the Colour: Fünf Farben Prag » Kleine Fluchten Berlin

  6. Super schöne Fotos! Mir gefallen vor allem die vielen Details und das Bild von den Kaffeekirschen.

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