Strandtest No.6: Wyk auf Föhr

Noch ist Ebbe. Gleich hinterm Fähranleger beginnt der erste Hundestrand, der natürlich auch zweibeinigen Besuchern offen steht. Hinter der Sand- und Muschelzone wird ein schmaler Streifen Schlickwatt sichtbar.

So weit, so gut. Dann wenn die Flut erst alles überspült, weiß der Badende nun also, warum sich der Grund unter seinen Füßen an dieser Stelle etwas flauschiger anfühlt.

Schlick spaltet die Gemüter. Wahre Hunde lieben ihn, während ihre Zweibeiner nur ans Saubermachen denken. Dabei sind Schlickpackungen in vielerlei Hinsicht gesund.

Schlick macht schön.
Schlick macht schön.

Sie entspannen die Muskulatur und regen den Stoffwechsel an. Auch bei Prellungen und Verstauchungen macht Schlick sich nützlich. Natürlich wirkt er schlammig und unfein auf Haut und Fell, was wohl in erster Linie seinem Image schadet.

Dünen sucht man in Wyk vergeblich, es gibt nur eine Andeutung davon. Dafür laufen wir trotz Ebbe nicht weit zum Meeressaum, und das Wasser steigt auch schon an. Bald hat es die Muschel-Stein-Sandzone erreicht und den Meeresboden wieder bedeckt, auf dem sie zuvor noch Strandtennis gespielt haben.

Dünen sind in Wyk eher selten.
Dünen sind in Wyk eher selten.

Planschen ist erlaubt, nicht nur am Strand, auch im nahen Brunnen am Sandwall. Die Atmosphäre: lässig, familiär. Da wird ganz schnell klar, warum Föhr als beliebtes Ziel für Groß und Klein gilt.

Freier Hundestrand wechselt mit handelsüblichem Leinenpflichtstrand ab, auf letzterem ist jede Menge los. Wir fallen von der Kurpromenade quasi direkt an den Abschnitt, der mit bunten Strandkörben reichlich ausgestattet ist. Beachvolleyball oder Promenadenschach zählen zu den „Gadgets“ am Strand von Wyk – den man in die Kategorie „handlicher Gebrauchsstrand“ einordnen könnte.

Keine langen Wege zum Wasser. Kein Deich. Kaum Dünen. Das Meer ist zum Greifen nah, Strand und Stadt bilden eine Einheit. Das wirkt – im Gegensatz zum karibischen Slogan der Insel – einfach nur mediterran, wenn es schon eines solchen Vergleiches bedarf. Passend ebenfalls: die Strandbar. Der Hugo. Die Lufttemperatur.

Cin cin!
Cin cin!

Wären da nicht die Strandkörbe, der schöne Schlick und ein paar niedliche Reetdachkaten in Wyk downtown, wir würden uns glatt am Mittelmeer wähnen. Doch, einen winzigen Unterschied gibt es: die Wassertemperatur. Aktuell 18 Grad Celsius. Wunderbar.

Text und Fotos: Elke Weiler

Noch mehr lesen?

  1. Ich kann mich nur anschließen, einer der schönsten Strände die ich kenne

  2. Pingback: Sommer auf Föhr

  3. schöne Fotos,sehr atmosphärisch,man riecht förmlich das Meer

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.