Werbung | „Ich hab nichts gegen München, ich würde nur nie zu den Bayern gehen“, singen die Toten Hosen in ihrem Bayern-Lied. Das ist Fußball-politisch gemeint und daher nachvollziehbar, auch wenn der hochgerüstete FC zur Zeit alles abrockt.

Ich würde es tun. Nach Bayern reisen. Denn ich mag exotische Erfahrungen. Bayern hat seine eigene Sprache, seinen Rhythmus und Stil, seine Sitten und Gebräuche. Bayern liegt nicht am Meer. Trotzdem hätte ich vor kurzem fast eine Reise an den Tegernsee zugesagt, fast. Warum? So ein Gefühl. Und ein paar Gründe.

Ich liebe die Natur, egal in welcher Form. Und der Süden Deutschlands hat reichlich davon. Hügel, Berge, Wälder und Seen sind eine willkommene Abwechslung für Fischköppe aus Nordfriesland. Bislang ging ich zum Wandern nach Österreich, Italien oder Norwegen – aber warum nicht mal Bayern? Warum nicht mal eine neue Sprache kennenlernen, Gott grüßen und Weißwurst zum Frühstück essen?

Neben Wandern noch ein bisschen Kajaking auf einem netten See sowie Nordic Walking über hübsche Hügellandschaften – das passt scho! Baden im bayrischen Bäderdreieck? Zumindest wäre Thermalwasser aus den Tiefen unserer Erde nach den Outdooraktivitäten im Herbst recht angenehm. Und dann finde ich ein neues Wort: Saunastadl. Was ist das? Und wo ist es?

Der Saunastadl © Hotel Drei Quellen
Der Saunastadl © Hotel Drei Quellen

Also ein Stadl ist eine Scheune. Und beim Hotel Drei Quellen Therme in Bad Griesbach bedeutet Saunastadl eine Kombination lustigen Saunierens. Zur Auswahl stehen eine Finnische Sauna, ein Sanarium, Dampfbad und Brotsauna. Saunieren mit Brot? Jo. Mit frisch gebackenem Brot. Von dort gibt es auch einen unterirdischen Bademantelgang, der schnurstracks zu den Bad Griesbacher Thermalbecken führt.

Während es oberirdisch also regnet oder schneit, spaziert man im Frotteemäntelchen zu den Becken für Warmbadende. Vielleicht bleibt man auch gleich in der Scheune bei der heißen Luft. Eine meiner Lieblingsbands kommt aus Bayern und hat ihr letztes Video im Kuhstall gedreht. Interessanterweise hat LaBrassBanda schon als Supporting Act auf Konzerten der Toten Hosen gespielt. Barfuß und in knackigen Lederhosen.

Wie wohl der Kuhstall auf ihre flotte Blasmusik reagiert hat? Kühe mag ich sehr, seitdem ich auf dem Land lebe. Ich habe sie ein bisschen besser kennengelernt. Ich mag ihre Neugierde ebenso wie ihre Gelassenheit. Wie ihre Kollegen auf der Alm. Die Kühe mit den Kulleraugen! Braunvieh, das im Sommer in den Bergen anzutreffen ist. Abstehende Plüschohren! Einmal einen Almabtrieb miterleben, wenn Kühe mit Blümchen bekränzt zurück ins Tal wandern.

Und wer erinnert sich noch an Yvonne? Die Kuh, die sich in Bayern selbstständig machte und ein freies Leben führen wollte. Vermutlich hatte sie geahnt, dass es zum Schlachter gehen sollte. Eine Geschichte mit Happy End, denn sie war schon zum Abschuss freigegeben, konnte aber auf einen Gnadenhof gerettet werden. Nicht so gut lief es für Bruno. Der erste Bär, der nach 170 Jahren in Deutschland auftauchte, kam aus Italien, ging nach Bayern und starb dort. Erschossen. Hügel, Berge, Wälder, Seen. Bruno wird schon gewusst haben, ob es das wert war.

P.S.: Ich würde nie auf das Münchner Oktoberfest gehen. Allerhöchstens in Begleitung von LaBrassBanda.

Text und Kuh-Foto: Elke Weiler
Stadl-Foto: Hotel Drei Quellen Therme

Gesponserte Artikel enthalten Werbung. Dieser Artikel wurde vom Hotel Drei Quellen Therme in Bad Griesbach unterstützt.

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Elke

Meerbloggerin, Buchautorin und Journalistin. Hat Kunstgeschichte u.a. in Rom studiert, als Redakteurin bei Burda gearbeitet, aber die meiste Zeit als freie Reisejournalistin. Aktuell lebt die Rheinländerin an der Nordsee, bloggt und schreibt an den nächsten Büchern.

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