Anatolische Joghurtsuppe

Als ich zuletzt in Kappadokien war, habe ich nicht nur so spannende Dinge wie eine Schwebetour mit dem Heißluftballon unternommen, sondern auch sehr gut gespeist. Drei Dinge sind mir dabei nachhaltig im Gedächtnis geblieben: Der auf dem Erdofen gebackene Fladen an der Teestation im Ihlara-Tal. Die gegrillten Köfte von Aslan, ebenfalls unten am Fluss. Und ich habe zum ersten Mal in meinem Leben Joghurtsuppe probiert.

Sie schmeckt stark nach Minze und wirkt daher an heißen Tagen schön erfrischend. Ein weiterer Vorteil: Die Suppe ist in gut 20 Minuten zubereitet. Man kann sie als „light lunch“ im Sommer mit Brot essen oder abends in Gesellschaft von „meze“ – türkischen Kleinigkeiten. Etwa Auberginenpüree und gefüllte Weinblätter, Tomatensalat und Köfte.

Die zur Zeit in Istanbul lebende Emel hat mir das folgende Rezept für „yayla çorbasi“ verraten, was so viel wie Suppe aus der Hochebene bedeutet.

Zutaten (als Lunch für zwei Personen oder als Vorspeise für vier): ein halbes Glas Reis, drei bis vier Gläser Wasser, zwei Gläser Joghurt, ein Esslöffel Mehl, ein Ei, ein Esslöffel Butter und getrocknete Minze. Joghurt und Minze am besten beim Türken kaufen. Wenn der Joghurt dicker und cremiger ist, eventuell noch ein Glas Wasser zufügen.

Zubereitung: Den Reis mit drei Gläsern Wasser kochen – die Garzeit bitte der Packung entnehmen. Während des Garens habe ich Joghurt mit Ei und Mehl gut verrührt, bis es eine cremige Konsistenz hat. Nach der Kochzeit gebe ich die Joghurtcreme zu dem Reis ins Wasser und lasse alles noch einmal fünf Minuten unter Rühren köcheln. Währenddessen lasse ich die Butter mit der getrockneten Minze in der Pfanne schmelzen und füge sie am Ende der fertigen Suppe zu.

Kleiner Tipp: Je nachdem, wie ihr die Konsistenz der Suppe am liebsten habt, also cremig oder etwas leichter, könnt ihr nach dem Hinzufügen des Joghurts noch etwas Wasser beigeben.

Guten Appetit! Afiyet olsun!

  1. Sieht lecker aus. Werd ich mal ausprobieren 🙂

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