Nolde und die Blumen

Ich habe ein Bild gesehen, ein Bild von Nolde, den „Hülltoft Hof“. Es war zu Beginn des Jahres in Hamburg. Nun suche ich nach jenem Ort. Es ist ein sonniger Tag, leicht wie ein Sommerwind, kein Vergleich mit der Gewitterstimmung des Gemäldes. Doch ich weiß, wie schnell das Wetter sich …

Bauklötze staunen

Das Guggenheim Museum in Bilbao Zwei Dinge haben mich ins Baskenland gezogen, hundert neue habe ich entdeckt. Das Guggenheim Museum in Bilbao will ich schon seit langem sehen und dann die legendären Pintxos im Original probieren, auf die ich in Barcelona während einer Tapas-Tour gestoßen bin. Doch später mehr über …

Die Stadt des Lichts

Mado kommt neugierig auf mich zu und schnüffelt, bis Frauchen sie wieder zurückpfeift. Braver Hund! Der Kies knirscht unter meinen Schuhen, das Abendlicht legt sich langsam über den Strand von Le Havre. Dieses Licht! Claude Monet hatte es eingefangen, und der französische Impressionist ist schuld an meiner ersten Begegnung mit …

Rund ums Reet

Unser Haus muss zum Friseur, es soll frisch erblonden zum Frühjahr. Wachsen, schneiden, legen – so lautet die Formel für sein Haar aus Schilf. „Früher hielt ein Reetdach etwa 50 Jahre“, meint Uwe Michalski, seines Zeichens Friseur der Reethäuser. Heute käme es jedoch schneller zu Ausbesserungen oder Neueindeckungen, der Umweltverschmutzung …

Nordsee trifft Mittelmeer

Im Museum Kunst der Westküste auf Föhr Haufen liegen im Garten des Museums Kunst der Westküste. Perfekte Pferdeäpfel. Sie heißen Alex, Peter und Fritz. Der junge Hamburger Thomas Judisch war 2014 als „Artist in Residence“ in Alkersum, und seine Werke nehmen Bezug auf die Insel. So hat er seine Bronzehaufen …

Himmel über Nordfriesland

Ich stehe vor einem Bild, ich habe es gefunden. Eigentlich mag ich Bilder am liebsten an dem Ort, für den sie geschaffen wurden, an dem sie einzigartig sind. Etwa die „Mariä Himmelfahrt“ von Tizian in der Kirche Santa Maria Gloriosa die Frari in Venedig. Der Ort schafft hier eine Bühne …

Seurasaari und die Eichhörnchen

Auf der Insel Seurasaari lebt heute niemand, kein Mensch zumindest. Ein Förster einst, so erzählte man mir. Der Glückliche bewohnte das Haus nahe der Brücke. Mitten in Helsinki, und doch weit entfernt vom Trubel der Stadt. Kein Verkehr, nur Spaziergänger. Und die Eichhörnchen. Eine Woche lang habe ich im Mökki …

Wal an der Wand

Es fließt der Sekt im Bølgen & Moi, und draußen scheint die Sonne. Das Restaurant im Norwegischen Erdölmuseum liegt am Hafen von Stavanger und ist gerade ein beliebter Treffpunkt für Stavangerinnen. Zum Champagner-Lunch, immer samstags. Wir essen einfach nur zu Mittag und stellen uns dann wartend in den Geopark, denn …

Es war einmal in New Mexico

Galisteo, wer kennt schon Galisteo. Steven Spielberg hat hier mal ein Stück Kulisse für seine Serie „Into the West“ aufgebaut. Die Tipis passten optimal in die weizengoldfarbene weite Prärielandschaft. Da wundert es niemanden, dass Galisteo zu prähispanischen Zeiten einmal ein lebhaftes Indianer-Pueblo war.

Heute suchen viele die Ruhe und Einsamkeit in Galisteo. Das 200-Seelen-Dorf wirkt so verschlafen wie viele Ortschaften der Gegend. Mit ein paar Adobe-Häusern, Reitern, bellenden Hunden und wilden Kaninchen. Genau der richtige Mix, um blasse New Yorker für einen Urlaub in die Natur zu ziehen.

Auf dem Rücken der Pferde das Land zu erkunden oder im Pick-up über den Highway düsen. Und plötzlich taucht eine grasende Büffelherde vor den Berghängen auf. New Mexico erscheint so fern, so filmisch und surreal und doch so vertraut und wirklich.

Es ist das Land von 22 Indianerstämmen, darunter die Pueblos. Es ist das Land der Kreativen und der Hippies. Bekannte Orte wie Santa Fe und Taos wirken wie aus dem Ei gepellt mit ihrer schicken Adobe-Architektur. Und über allem hängt der Duft grünen Chilis, den man in New Mexico nach eigenen Angaben bereits zum Frühstück isst.

Text und Fotos: Elke Weiler

Aus der Reihe: Archivgeschichten

Ich war vor einigen Jahren auf Einladung von New Mexico dort. Vor allem die Pueblo-Kultur hat mich fasziniert. Ich liebe Adobe-Architektur und die ebenso lebendigen wie poetischen Begriffe und Namen der Ureinwohner wie „Morning Talk“ für jenen Shop. Doch viel war nicht los, an jenem Tag, als ich Taos Pueblo besuchte, das als älteste Siedlung der USA gilt, die ständig bewohnt war. Es ist wunderschön. Nicht ohne jene Tristesse, wenn der Wind über den lehmfarbenen Boden pustet, auf dem das Leben einst blühte. Und der Hund mit jenem traurigen Blick in die Ferne schaut. Seit über 1000 Jahren ist Taos Pueblo bewohnt, auch wenn es an diesem Tag etwas verlassen wirkte.

Am Pool des Jaguars

Im Museum von Tulipe Ein Auf und Ab, der Weg. Schon in Quito geht das los. Wir drängeln uns durch die ewige Rush Hour der Hauptstadt Ecuadors, halten Kurs auf Breitengrad Null, die Mitte der Welt. Und weiter Richtung Norden. Vom wolkenverhangenen Himmel in die Sonne. Meist geht es bergab, …