Memories wie Kekskrümel

An der Algarve Vom Balkon meines Zimmers höre ich das Rauschen der Brandung, schaue hinab in die Bucht. Ein paar Menschen, die sich winzig wie Ameisen auf rötlichem Sand bewegen. Nur ein Pool und die Steilküste liegen zwischen mir und dem Atlantik, hier in Albufeira. Nachts schlafe ich mit dem …

Mit Brot und Buch

Verliebt in Óbidos Irgendwo zwischen Coimbra und Óbidos reißt der Himmel auf. Alles ist perfekt organisiert, sogar das strahlende Sonnenlicht, nichts anderes passt zu einer Stadt, die wie aus dem Ei geputzt wirkt. Wir sind längst nicht die Einzigen, die auf dem geräumigen Besucherparkplatz eingewiesen werden. Denn es ist Sonntag, …

Zwischen den Zeiten

Ich eile zu den Stufen. Doch der Weg ist so steil, dass es mich ausbremst. Zu lange habe ich in der Universität von Coimbra verbracht, eine der ältesten Europas. Ewig zwischen dicken Wälzern in hohen Regalen gestanden, die teils mit Hühnerkäfiggittern geschützt sind. Mit offenem Mund den Geschichten in der …

Wiedergeburt eines Dorfes

Castelo Rodrigo in Portugal Es ist dunkel, als wir aus Porto ankommen, immer den Douro entlang ging die Reise. Der kleine Ort im Osten Portugals scheint zu schlafen, kein Mensch in den schmalen Gassen von Castelo Rodrigo. Der rosafarbene Lichtschein der Laternen lenkt mich ab von dem, was ich tun …

Der Herr der Bücher

Es gibt Dinge, die man nicht in Bildern erzählen kann. Eben noch war blaue Stunde in Porto. Ein Licht am frühen Morgen, das so nur in Meeresnähe scheint. Doch bevor sich die Sonne richtig zeigt, ist alles weg. Die ganze Stadt verschwindet, stattdessen nur dichtes Grauweiß vor meinem Fenster. Das …

Sardinen mit Aussicht

Lissabon und die andere Seite des Tejo Es ist immer der zweite Tag, an dem ich richtig ankomme. Am ersten bin ich noch unterwegs, denn Fliegen ist zu schnell für mich. So etwas wie Jetlag in der Birne. In Lissabon ist das nicht so. Ich komme in dem Moment an, …

Am besten schwindelfrei

Wandern auf Madeira Die Treppe führt steil bergauf, und wir keuchen auf den letzten Stufen. Doch Madeiras Schönheit will erwandert werden. Unsere Wanderung entlang der Levadas beginnt in Marroços und wird uns in weitem Bogen um den kleinen Ort Machico führen. Sechs Kilometer liegen vor uns, und anfangs ist der …

Santa Maria, Madeira

Hier wohnt Funchal Tür an Tür mit dem Meer: Im Viertel Santa Maria, der Keimzelle von Madeiras Hauptstadt. Das Ur-Dorf, der Ort der Fischer. Liebling der Touristen, Ort der Künstler.

Die Wiederbelebung war erfolgreich, hier und da bröckelt noch der Putz von den Fassaden. Bunte Holzboote liegen zugedeckt in den Gassen, Angler stehen am Ufer, ein paar Kinder plantschen am Strand. Im nahen Kreuzfahrthafen tutet einer der schwimmenden Riesen.

Sonst nur Vogelgesang und das Klatschen des Wassers gegen das Felsgestein und Kies. In Santa Maria scheint Funchal den Rhythmus der Insel zu leben.

Am Miradouro

Unterwegs auf Madeira. Serpentinen fahren, die wuchernde Botanik bewundern, Tunnel durchqueren, die die Insel wie einen Schweizer Käse durchlöchern. Und immer wieder das Meer.

Wer eines der unzähligen Schilder mit der Aufschrift „Miradouro“ entdeckt – unbedingt folgen! Denn die Aussichtspunkte der zu Recht sogenannten Blumeninsel sind meist spektakulär.

Ganz im Osten von Funchal liegt der Miradouro do Pináculo. Ein Abstecher lohnt sich zum Beispiel auf dem Weg nach Camacha, ins Dorf der Korbflechter. Oder weiter nordöstlich in Richtung Machico, wo viele zur Levada-Wanderung starten.

Wir sind am Miradouro angekommen. Atemberaubend. Durch die Blumenpergola der Aussichtsplattform schweift der Blick auf 283 Metern Höhe über den tiefblauen Atlantik bis hin zu den Ilhas Desertas – eine unbewohnte Inselgruppe, die zu Madeira gehört.

Pool mit Aussicht

Schönheit im Atlantik: Die Insel Madeira liegt näher an Afrika, gehört aber zu Europa, zu Portugal. Steilabfallende Küsten und Gebirgszüge sowie eine reichhaltige Fauna bei subtropischem Klima sorgen dafür, dass Madeira bei Naturliebhabern und Wanderern hoch im Kurs steht.

Klassische Badeurlauber zieht es aufgrund der raren Strände weniger auf die Insel. Auch wir sind zum Wandern an den Levadas, zu einem ersten Kennenlernen der Insel und zum Genießen gekommen.

Natürlich wollen die Madeirer auch mal schwimmen – doch wie geht das an steilen Küsten? Daher legten sie an verschiedenen Stellen Meerwasserschwimmbäder an – wie hier in Porto da Cruz. Ein phänomenaler Ausblick auf diesen Teil der Nordküste ist inklusive.