Tiramisu auf nordische Art

Einmal habe ich ein Buch gekauft, weil es den verheißungsvollen Titel „Ganze Tage im Café“ trug. Ich gehe gerne in Cafés, liebe guten Kaffee ebenso wie Kuchen. Beides gehört zusammen. Nur wundere ich mich manchmal, dass mitten im Sommer nicht häufiger auch frisches Obst verarbeitet wird, sondern oft ganzjährige Standardkuchen im Angebot sind.

So bin ich unter anderem ein großer Fan von Heidelbeeren und habe zuletzt überlegt, wie ich sie als Dessert verarbeite. Leider haben wir derzeit keinen Ofen zum Backen, so dass mir eine Tiramisu-Variante als gute Lösung erschien. Allerdings erheblich vom Original-Rezept abweichend…

Das Ergebnis

Man nehme 100 Gramm Dinkelbiskuit aus ökologischer Landwirtschaft und zerbrösele sie eher grob in eine nette kleine Auflaufform. Von einem 500-Gramm-Glas frischer Sahne habe ich ungefähr 200 bis 250 Gramm mit etwas Zucker (je nach Geschmack) steif geschlagen. Auf den letzten Umdrehungen noch drei Teelöffel Mascarpone hinzugefügen und verrühren.

Die 250 Gramm Blaubeeren sind derweil schon gewaschen und trocknen munter vor sich hin. Nun die Sahne-Mascarpone-Masse über die groben Bröseln streichen, die Heidelbeeren on top – et voilá! Fertig ist das nordische Tiramisú. Moment, fehlt da nicht etwas? Genau.

Eierlikör on top
Und Eierlikör on top!

Jeder kann nach Belieben ein bisschen Eierlikör über sein Portiönchen kippen. Sehr, sehr lecker! Damit habe ich schon Leute überzeugt, die sich gar nichts aus Blaubeeren machen. Doch wie man ja weiß, sind sie wahnsinnig gesund. Was die Portionen angeht: Das Blaubeer-Tiramisu passt für drei bis vier Personen zum Nachtisch. Wir schaffen es auch zu zweit.

Also guten Appetit, oder wie der Nordfriese sagt: Mohltied & lat di dat schmecken!

P.S.: Der Kaffee kommt beim nordischen Tiramisu nicht auf die Biskuits, sondern in die Tassen.
P.P.S.: Das Blaubeer-Wunder schmeckt nach einer Stunde oder länger im Kühlschrank noch besser. Aber eine halbe Stunde vor dem Essen besser herausnehmen!

Und noch ein paar Lesetipps:

Damit ihr wisst, wie Blaubeere auf Schwedisch heißt, und wie man schwedischen Blaubeerwein fabriziert. Rike vom Schwedenblog kennt sich aus!

Die Finnlandexpertin Michaela hat gleich ein ganzes eBook zum Thema zusammengestellt: „Mein Blaubeer-Sommer“

Das eingangs erwähnte Buch ist übrigens ein sehr netter Roman aus Island und hat rein gar nichts mit Blaubeeren zu tun: „Ganze Tage im Café“ (Partnerlink). Sólveig Jónsdóttir beschreibt die Tage ihrer Protagonistinnen im isländischen Winter. Ein Café kommt natürlich auch darin vor!

Noch mehr lesen?

  1. Liebe Elke,

    sehr verlockend dein nordisches Tiramisu! Vielen Dank für das Rezept, dem vielversprechendenBuch-Tipp und auch lieben Dank für die Verlinkung zu meinem Blaubeer-Sommer 🙂

    Liebe Grüße aus Lappland
    Michaela

    • Sehr gerne und danke dir, liebe Michaela! Ich freue mich schon so auf Lappland! Am Donnerstag ist es soweit! Liebe Grüße von der Nordsee! Elke

  2. Oh! Ein tolles Rezept! Und ganz ohne Backen! Genau das Richtige für mich 🙂 Das werde ich sicher einmal ausprobieren. Danke, Elke.

  3. Liebe Elke, das schmeckt bestimmt sehr lecker. Werd ich am Wochenende gleich mal ausprobieren. Bei uns im Café gibt es übrigens immer einen fruchtigen, saisonalen Kuchen . heute wars ein veganer Streuselkuchen mit Blaubeeren und Mirabellen….ist aber schon aus… Dankeschön, Uta

    • Danke für diesen genialen Tipp, liebe Uta! Sowieso wollte ich mal in die Geltinger Bucht fahren. Dann passt es ja auf einen Kuchenstopp bei euch hereinzuschauen! 🙂 Liebe Grüße aus Nordfriesland, Elke

  4. Liebe Elke, ach, ich liebe Blaubeeren und auch den hohen Norden. Es ist also das perfekte Rezept für mich. Werde ich gleich ausprobieren, sobald ich noch Blaubeeren finde… Liebe Grüße, Brigitte

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