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Emilias Fahrtenbuch #1

Emilia und ich, das war Liebe auf den ersten Blick. Früher bin ich nur „normale“ Enten gefahren, niemals hätte ich mich für eine Dyane oder Acadiane interessiert. Nun ist es passiert.

Ich habe Emilia in den Weiten des WWW entdeckt und zu meiner großen Freude festgestellt, dass sie auch physisch nicht weit entfernt war. Also habe ich dem Oldtimer-Hotel, ihrer vorübergehenden Bleibe, einen Besuch abgestattet.

Auf dem Hinweg habe ich ein bisschen im Zug gearbeitet. Auf dem Rückweg war ich einfach nur verliebt. Es kam, wie es kommen musste: Etwas später habe ich sie abgeholt. Mit 90 km/h tuckerten wir über die Autobahn, ganz LKW.

Wusch! War das ein Porsche? Wir sahen nur seinen Kondensstreifen am Horizont. Doch den Luftzug, den haben wir mit jeder Faser gespürt. Umso schöner, als wir Dithmarschen erreichten, zwischen Kohl und Schafen die Fennen entlang düsten und erste Komplimente einheimsten.

Emilia blühte regelrecht auf. Oder war ich das? Im Gegensatz zum Familienwagen gelten für die neue Meerblog-Ente besondere Regeln. Sie hat sogar ein Dach über dem Kopf, um für ihre repräsentative Funktion immer 1A auszusehen.

Natürlich ist Emilia für diese Aufgabe bestens gerüstet, man sieht ihr das Alter kaum an. Die ersten 30 Jahre ihres Lebens hat sie in Italien verbracht, gehegt und gepflegt. Sie lebte mittig zwischen Ligurischem und Adriatischen Meer, die Nordseeküste ist also völliges Neuland.

On the road again

On the road again

Nun gilt es erst einmal, die nähere Umgebung zu erkunden: Emilia hinterlässt Spuren im chilligen Hafenstädtchen Tönning. Bewundernde Blicke kassiert sie mit Nonchalance, da spielen gewiss auch die französischen Wurzeln eine Rolle.

Leider regnet es, sonst hätte ich mir gerne die ganze Geschichte der älteren Dame angehört, die direkt neben uns parkt und mit glänzenden Augen von ihrer eigenen Acadiane erzählt, als sie damals mit ihrem Mann…

Langsam kommt mir der Verdacht, dass eine Reise-Ente genauso kommunikativ wirkt wie ein bis zwei plüschige Hunde an seiner Seite zu wissen. Das Fassungsvermögen von Emilias Laderaum wurde übrigens auf vier Schafe und acht Lämmer geschätzt.

Nun stehen uns einige Aufgaben bevor: Die Plüschtiere an Emilias extremes Soundsystem zu gewöhnen und diverse Nutzungsmöglichkeiten für den Laderaum auszutesten. Und ganz, ganz bald eine Fahrt ans Meer zu unternehmen.

Ich vermute, dass Emilia das Mittelmeer kennt, wenigstens ein bisschen. Aber einen Deich hat sie bislang noch nie gecheckt. Und das weite Watt, die wüstenartigen Strände…

Text und Fotos: Elke Weiler

10 Gedanken zu „Emilias Fahrtenbuch #1“

  1. Elke, wie fabelhaft! Vielleicht gibt es auch eine in Orange? Wobei: Wir haben schon Knallgelb auf dem Hof. Da könnte ich einfach die Farbe meines Logos ändern : ) Flotte Biene, deine Emilia! Liebe Grüße, Jutta

    1. Danke, liebe Jutta! :-) Also zu deinem Logo könnte ich mir hellbeige sehr gut vorstellen. Und in der Farbe gibt’s definitiv noch welche! Schau mal bei Instagram unter Acadiane. Ist klar, dass wir uns dann in Island damit treffen, da bei dem Klippencafé. :-) Liebe Grüße zurück!!!

  2. Liebe Elke ich wünsche Dir viele schöne Reisemomente mit Emilia und ich finde es super klasse mit dieser angenehmen Art und im Entenfieber die Welt zu erkunden.
    LG sendet Dir Dani

  3. Pingback: Foodblogger Janni und das große Eierfest

  4. Hallo Elke,
    ich bin seit 4 Jahren mit Donald unterwegs, beruflich mit Bauherrenbesuchen und hobbymäßig mit meiner Modelleisenbahnanlage zu internationalen Ausstellungen.
    Sein ursprünglich weisses Federkleid ist mittlerweile bordeauxrot mit schwarzen Kotflügeln. Früher bin ich auch mehrere Enten gefahren, dann normale Autos. Letztendlich habe ich meinen Streetka gegen diese Acadiane eingetauscht. Wie beim berühmten Namensvetter trägt er die 313 im Nummernschild. Schade, dass ich Dir hier kein Foto senden kann.
    Liebe Entengrüße aus Wuppertal
    Helmut

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