Fish & Chips

Raus aus der Stadt. Etwa 30 Minuten vom Dublin entfernt ist es soweit. Tief durchatmen. Die Irische See. Vielleicht ist Malahide nicht der spektakulärste Ort an der irischen Küste, vielleicht ist der Himmel zu grau. Und vielleicht hätten wir lieber die S-Bahn, den sogenannten DART, in die andere, die südliche Richtung, nehmen sollen. Nach Howth. So wie die Dublinerin Hilary es vorgeschlagen hatte – nach der City-Tour.

Aber jetzt liegen uns Strand und Meer zu Füßen. Schuhe aus, Zehen in den Sand bohren. In die Ferne schauen. Die grüne Erhebung dort in der Mitte – das muss Lambay Island sein.

Ebbe, nur ein paar Spaziergänger sind unterwegs. Mütter, die Kinderwagen schieben. Zur Linken ein trocken gefallener Kahn, dort zwischen Beach und Marina. Jemand scheint Austern zu sammeln. Zwei Kilometer zieht sich der Sandstrand in die Länge, und wer gleich bis Portmarnock laufen will, muss fünf Kilometer schaffen.

Der Trubel lässt auf sich warten, und das ist das Schöne an Malahide: Es gibt diese Tage der Stille am Strand. Dann hast du das Meer fast für dich allein.

Die Ruhe von Malahide

Kulturfreaks zieht es ja eher wegen des Malahide Castle hierher. Immerhin trägt es mehr als 800 Jahre auf den Zinnen und einen sehr klassischen Burgen-Look mit flankierenden Rundtürmen. Da es noch bis zum Herbst wegen Renovierung geschlossen ist, macht sich ein Spaziergang durch die schlosseigenen Botanic Gardens als Alternative ganz gut.

Zurück im Dorf fällt die erstaunliche Vielfalt der Geschäfte ins Auge. In dem Ort mit nur rund 14.000 Einwohnern überraschen Boutiquen, Bücher, Floristen, Schmuck und Schnickschnack. Und natürlich Pubs! Da ich Appetit auf „Fish & Chips“ verspüre, lassen mich die mexikanischen, amerikanischen, pakistanischen oder italienischen Alternativen von Malahide kalt.

Trockengefallen

Ich lande bei „Duffy’s“. Main Street, irgendwo zwischen Beach und Bahnhof. Vermutlich einer der besten Cods, sprich: Kabeljau, den ich bis dato gegessen habe. In einem hauchdünnen Bierteig gebacken, dazu fingerdicke Pommes Frites.

Irland macht satt, ich merke das immer wieder. Das „Duffy’s“ ist bekannt für seine guten Live- Acts, doch so lange bleibe ich nicht. Denn davon hat Dublin schließlich auch genug zu bieten. Allein schon an sonnigen Stunden auf der Grafton Street. Musik an jeder Ecke.

Zum Glück ist es ja wirklich nur ein Katzensprung mit der S-Bahn von der Stadt an den Strand. Und nächstes Mal dann: Howth. Ganz bestimmt.

Text und Fotos: Elke Weiler

Mit Dank an Fáilte Ireland / Irland Information, die diese Reise ermöglicht haben.

1 Kommentar zu „Fish & Chips“

  1. Pingback: Rastaschaf Luis in Dublin und Malahide

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