Mitten in Montmartre

Wir hatten nicht viel Geld. Doch plötzlich war er da, jener Wunsch, zum Frühstücken nach Paris zu fahren. Damals, auf irgendeiner Party. Einen Kaffee zu trinken, noch lange nicht in der To-Go-Version, dazu ein frisches Croissant in einem Café, denn nur in Frankreich gibt es echte Croissants und das wahre …

Bis zur Mitte der Welt

Werbung | Es war zu Zeiten des Studiums, als ich Carlos traf. Der Ecuadorianer erzählte viel von seiner Heimat, von Quito und der einzigartigen Natur rundherum. Seitdem möchte ich dorthin reisen. Das Land am Äquator erscheint mir ebenso abwechslungsreich wie kompakt: Südamerika in einer Nussschale. Ecuador hat von allem etwas: …

Wiedersehen in Stockholm

Stockholm gehört zu meinen Lieblingsstädten.

Obwohl ich noch nicht so oft dort war, scheint es eine alte Bekannte zu sein. Es ist das Wasser, es sind die klaren Farben. Die Lässigkeit, das Unaufdringliche. In den schmalen Straßen von Gamla Stan fühlt sich die Stadt genauso kosmopolitisch wie dörflich an. Inmitten der warmen Terracotta- und Ockertönen der alten Gebäude fühle mich mich sofort wie Zuhause.

In den Gassen

Das Bistro

Das Selfie

Am liebsten streife ich ziellos durch die Gassen. Sitze unter den Kastanien auf dem kleinen Platz an der Kindstugatan. Kehre bei „Under Kastanjen“ für eine Tomatensuppe ein. Dazu wird fantastisches Brot gereicht, denn das Bistro ist gleichzeitig Bäckerei.

Der bekannteste Platz
Licht und Schatten

Schließlich gehe ich hinunter und schaue bei Skeppsbron den Booten zu.

Sitze am Wasser.

Eine Ewigkeit lang.

Die Brücke

Text und Fotos: Elke Weiler

Ein Weekend in Kopenhagen

Ein guter Tag in Kopenhagen beginnt in einem Café oder einer Bäckerei mit einem Tebirkes. Ein rechteckiges Mohnbrötchen aus Blätterteig, möglichst noch warm und mit einem Hauch von Marzipan im Innern. Diese Leichtigkeit! Dazu einen Kaffee, mehr braucht man nicht. Dem Treiben auf der Straße zuschauen, Horden von Radfahrern auf …

Die Füße des Physikers

Jener Morgen wirkt grau, Nebel hängt über den Feldern Langelands, der Horizont scheint greifbar nah. Ich lande in Rudkøbing am Wasser. Weil es dem Grau des Tages seine ganze Farbpalette entgegenstellt. Doch was, wenn der Nebel auch die Hausfassaden auswaschen könnte? Gelb dominiert. Langeland kennt die Sonne, schließlich liegt es in der Dänischen Südsee.

Sonntagsruhe. Ich laufe über die Østergade, wo sich Geschäft an Geschäft reiht, mache einen Abstecher zur Mühle Bymølle, die leicht erhöht über dem Ort thront. Halte die Füße des Physikers Ørsted auf dem Gåsetorvet für die Ewigkeit fest. Und lande dort, wo es alle hinzieht: in der ältesten Straße des Städtchens, der Ramsherred.

Kaum Menschen unterwegs an diesem Tag im September. Nur die Katzen scheinen vor den pastellfarbenen Wänden zu posen. Dabei zählt der Hauptort der Insel immerhin über 4.600 Einwohner. Hafenstädte haben immer diese Wirkung auf mich, wie ein Magnet. Das Wasser klatscht an die Bootsstege, und wenn man aufs Meer sieht, will man weg. Hinaus, das nächste Boot, die Fähre nehmen.

Um wieder zurückzukehren. Und herauszufinden, was es mit diesem Physiker auf sich hat. Um festzustellen, dass neben dem Physiker vor allem Schaupieler aus Rudkøbing kommen. Dass die Künstler die Insel lieben. Und dann irgendwann die Insel und den Ort in einem anderen Licht zu sehen. In einer anderen Stimmung. An einem Wochentag. Vielleicht in der Saison. Um sich zurückzusehnen nach dieser Herbstruhe?

Text und Fotos: Elke Weiler

Windgeflüster auf Langeland

Kein Mensch außer mir am Strand. Spuren von Schuhen und Pfoten im Sand. Endlich habe ich Dünen gefunden und sogar ein kleines Holzhaus dazwischen. Der ideale Ort. Zur Rechten die 30 Meter hohen Klippen der Ristinge Halbinsel, zur Linken die Weite, das Glitzern der Sonne im Meer. Langeland. Auf den …

Slow auf Langeland

Der Regen prasselt gegen die Autofenster, verschwommen sehe ich die Buchenallee, eine Zufahrt von Skovsgaard. Die Blätter färben sich von grün zu gelb zu braun vor dem aschgrauen Himmel. Der Duft von Kastanien, Moos, Erde. Der würzige Duft des Herbstes überall. Morgens habe ich ein Bio-Frühstück in meinem Bed & …

Im Haus des Dichters

Andersens Kindheit in Odense Feine Wassertropfen benetzen meine Haut. Nieselregen, oder ist es die Gischt? Die Lippen schmecken nach Salz, am Horizont bringt die Sonne das Wasser zum Leuchten. Gibt es Schweinswale im Lillebælt? Ich sehe nur Schaumkronen auf den Wellen. Die erste Etappe meines Roadtrips von Husum nach Langeland …

Stopover um Mitternacht

Beim Frühstück bin ich umzingelt von japanischen Touristen und fühle mich fast selbst wie einer: drei Städte in sechs Tagen. Stockholm – Helsinki – Tallinn. Und wieder zurück. Warum sind mir die Japaner gestern nicht aufgefallen? Unsere Fähre hat am späten Nachmittag in Stockholm abgelegt, nun tuckern wir auf dem …

Ein Hoch auf den Kniepsand

Der ideale Tag auf Amrum Nach einem Test des prallen Insellebens auf Föhr im Juni habe ich mich nun gefragt, wie der ideale Tag auf Amrum aussieht. Jede nordfriesische Insel hat ihren eigenen Charme, die Halligen lasse ich mal außer vor – das ist ein eigenes Universum. Doch von den …