Wasserbäuerin

Im Dithmarschen hatte ich eine neue Freundin: Kira, eine dreijährige britische Hütehündin. Kein bisschen wasserscheu, die Gute. Sie bewegte sich geschmeidig wie eine Robbe in den auflaufenden Fluten am Wesselburenerkoog und wollte gar nicht mehr raus aus dem Wasser. Ausnahmsweise, und weil Madame flugs ihre Hosenbeine hochkrempelte und auf Kneipp …

Musik im Blut

Die Kühe hatten den Rhythmus. Verstummt und völlig baff schaute ich ihnen zu. Wir waren auf Eiderstedt – wie so oft in der letzten Zeit – auf dem Weg zu dem geheimnisvollen Haus der 1001 Gerüche. Plötzlich musste Monsieur wegen der Kühe stoppen, die sich unbefugterweise auf der Fahrbahn ausbreiteten. …

Wolke auf Wiese

Alles hat ein Ende. Abgesehen davon plädiere ich in punkto Würste für Endlosigkeit. Aber jetzt mal im Ernst: Ich musste einen Schlussstrich ziehen, damit es wieder aufwärts ging. Ein letztes Mal ging ich also mit Madame zu allen möglichen Postannahmestellen: Schobüll, Dockkoog, Husumer Hafen. Sogar die Seeleute, die dort vor …

Herbstwonnen

Nach dem Monsun zog der Herbst bei uns ein. Das hatte zwar den Vorteil von optimalen Temperaturen, doch …. Himmelschafundmeer! Wer hatte meine Pferde geklaut? Bestimmt hatte der Schatten der Pferde sie eingesammelt, als ich mal kurz eingenickt oder unterwegs war. Bis auf ein paar Rabenzurechtweisungen hatte ich relativ wenig …

Trio infernale

Chachaputi! Angeblich ein Begriff aus einem verschollenen Inka-Dialekt, der soviel bedeutete wie Sonne im Herzen und Hummeln im Hintern. Für mich war es der abgefahrenste aller Namen, den Madame für mich oder die Rennplüsche produziert hatte. Meistens nannte sie mich einfach nur Chacha, doch ich wusste nicht, ob damit der …

Zeit für Bratkartoffeln

Überall roch es nach Bratkartoffeln. Darum liebte ich mein Land so! Auch wenn es manchmal verdammt stürmisch war, und ich überhaupt keine Lust auf den Dockkoog hatte. Wenn es derart pfiff, flog man auf der Landzunge fast weg. Und mein Plüsch tanzte Rock‘n Roll. Außerdem hatte ich dort letztens eine …

Nasse Wüste

Mein heißgeliebtes St. Buddel! Endlich waren wir wieder da. Nicht nur wegen der wüstenähnlichen Zustände war ich glücklich. Da Popeyes Flaschenpost nicht wie erwartet in Schobüll aufgetaucht war (ich berichtete), musste sie in St. Buddel hängengeblieben sein. Das hätte wetter- und windbezogen Sinn gemacht. Denn sogar Seehunde strandeten neuerdings auf …

Samsø Reggae

Ein reisendes Rastaschaf? Am Anfang konnte ich nicht mal ahnen, was auf mich zukam – als neuer Kolumnist für Meerblog. Aber es roch nach Abenteuer und Meer. O sole mio… Ich fieberte wie ein Operntalent meinem ersten Bühnenauftritt entgegen. Aber es war anders. Eher wie eine Tournee. Immer wieder heraus …

Wattwunder

Das Meer, eine Pfütze. Jetzt, da ich es so dringend brauchte! Ich erwartete nämlich eine Flaschenpost von Popeye (sprich: pop‘eje). Wir hatten Tango auf der Pellwormer Fähre getanzt, und ich verliebte mich in den Schönling mit Glutaugen und perfekten Ringellocken. (Ich berichtete.) Folglich war klar wie Kloßbrühe, dass ein zweifelsohne …

Pellwormer Tango

Wer glaubt schon an Zufälle? Auf meiner ersten Reise übers Meer lernte ich ausgerechnet einen Seemann kennen. Popeye (sprich: pop’eje). Der drei Jahre junge Beau hatte beeindruckende Ohren – bis fast auf den Boden. Sein Fell glänzte seidig-schwarz, und ich war verzaubert von der Perfektion seiner Ringellocken, die links und rechts …