Der Klang des Sommers

In Dubrovnik, Kroatien Ich suche nach Schatten. Vielleicht finde ich in der Wandelhalle der Mönche ein kühles Plätzchen, also nehme ich die schmale Gasse zur Linken. Hier hat Mladen, der mich durch die Altstadt Dubrovniks geleitet hat, am Vortag in der Apotheke eingekauft. Was mich verwirrt hat, denn ich weiß …

Fiaker ohne Radio

Hufgetrappel, rhythmisch. Wo kommt das her, steht dem bebrillten Japaner ins Gesicht geschrieben, seine Stirn wirft Falten. Nach allen Seiten sieht er sich um. „Ist das der Dom?“, fragt er eine Passantin auf Englisch. Besorgt. Die Frau nickt, nur keine Hektik, nicht in Salzburg! Der Dom läuft nicht weg. Aber …

Der Duft der Steinpilze

Agrotourismus in Umbrien Seit ein paar Tagen regnet es in Umbrien, und das ist ungewöhnlich. Doch Sante geht auch bei schlechtem Wetter in seinen Wald. Als seine Frau Maria Grazia und er das Grundstück des Agriturismo Valle del Tione nahe Orvieto gekauft hatten, mussten sie den Wald erst einmal entrümpeln. …

Geformt vom Wind

Wellen aus Sand, dazwischen Büschel von Strandhafer und Strandroggen. Die Dünen von Hvide Sande, geformt vom Wind. Letzte Sommertage auf der Nehrung zwischen der Nordsee und dem Ringkøbing-Fjord.

Lost in Trullolandia

Kaffeeduft strömt mir entgegen, als ich das Fenster weit öffne. In der Nähe meines Appartements mitten in der Altstadt von Martina Franca muss es also eine Espresso-Bar geben. Die Morgensonne malt Licht und Schatten auf die Hauswände; unter meinem Fenster halten zwei ältere Signore ein Schwätzchen. „Buongiorno!“ Ich nicke den …

Tage voller Sand

Der Duft der Heide im Plüsch. Der fluffige Sand unter den Pfoten. Das Plumpsen des roten Feuerballs ins Meer. All das machte mich ganz wuschig. Das Pummelschwein erschien mir mit einem Mal so lässig und sexy, also biss ich ihn in die knackigen Haxen. Meine Taktik war, unter ihm durch zu …

Lächeln wie die Etrusker

Am Bolsena-See Es liegt eine Ruhe über Bolsena, eine satte Ruhe. Das Kopfsteinpflaster ausgewaschen vom nächtlichen Regen, der Atem des Morgens frisch. Nicht weit von Maria-Rita Provinciali’s Schmuckwarengeschäft klopft der See leise plätschernd an die Uferpromenade. „Die Tuscia ist heute wie gestern. Es hat sich seit den Etruskern nicht viel …