Norden

Das war der Februar

Vielleicht lag es am Winterblues, vielleicht am Karneval, vielleicht am Dauerregen. In jedem Fall lag ein Schwerpunkt der nordaffinen Blogger im Februar auf dem kulinarischen Bereich. Daher beginne ich ausnahmsweise mit den leckeren Dingen. Glücklicherweise gerade nicht hungrig, wobei einem die diversen Rezepte selbst im satten Zustand das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen. Hier also der Februar-Rückblick für Nordnerds und sonstige Liebhaber des Nordens.

Kulinarischer Norden

Michaela von „Mahtava“ kocht Hernekeitto, finnische Erbsensuppe, am Faschingsdienstag. Zwar wird in Finnland kein Karneval gefeiert, doch handelt es sich um den letzten Tag vor der Fastenzeit, an dem die Leute gerne rodeln gehen. Das Aufwärmen danach ein Muss! Und dann habe ich noch ein norwegisches Rezept von Michaela für euch: Skrei oder Winterkabeljau mit Speck. Bis April kann man ihn noch genießen, diesen Bodybuilder unter den Fischen.

Auch bei Christine von „Finnweh“ kommt im Februar Fisch auf den Tisch, und zwar Uunilohi, finnischer Ofenlachs mit Sahnesoße und Zitrone. Dazu passend: neue Kartoffeln. Also am besten im Mai noch einmal bei ihr vorbeischauen.

Falls ihr gerne saisonal und vegetarisch kocht, dann nichts wie an den Grünkohl. Rike von „Schweden und so“ hat ein Rezept aus ihrem nordischen Kochbuch ausprobiert, schwedischen Långkål, geschmorten Grünkohl, und die Fleischbrühe durch Gemüsebrühe ersetzt.

Kommen wir zu den süßen Dingen des Lebens und bleiben in Schweden: Jaana von „Besser Nord als nie“ hat Mannagrynskaka gebacken. Ein Grieskuchen mit libanesischen Wurzeln, eine Bereicherung in der Küche. Buttermilch ist ebenfalls drin, das sieht saftig aus.

Meine nordfriesische „Nachbarin“ Michaela präsentiert auf „herzelieb“ ihre Variante norwegischer Skoleboller, also Schulbrötchen. Die Vanillecreme ist obligatorisch, doch Michaela meint, es gibt zahlreiche Rezepte für das Gebäck, jeder hätte quasi sein eigenes. Und jede Gegend einen anderen Namen für die Skoleboller.

Fastnachtsgebäck im Norden
Fastelavnsboller oder Semlor – lecker!

Was im schwedischen Februar nie fehlen sollte, sind Semlor an Fettisdagen. Übersetzt: Mit Sahnecreme gefüllte Hefebrötchen an und um Faschingsdienstag herum. Für ein Semlor-Rezept schaut gerne bei Josefine, beziehungsweise „Frau Schweden“ vorbei, die in der Nähe von Göteborg lebt.

Und nun zu den nicht-kulinarischen Seiten des Nordens!

Dänemark

Mit der ganzen Familie begibt sich Marion von „Meermond“ in den Randers Regnskov. Neben dem Aufwärmen bei tropischen Temperaturen fühlt sich der Besuch wie ein kleiner Urlaub und das Eintauchen in eine andere Welt an. Da finden sich die Vier nicht nur in tropischem Ambiente wieder, sondern treffen unter anderem auf Lemuren.

„Kapidaenin“ Sibille hat erneut fünf Tipps für Sønderjylland zusammengestellt, darunter Aarøsund und den Wald Nørreskov aus der Insel Als. Und schon mal was von der jütländischen Kaffeetafel gehört?

Susi von „We love Denmark“ setzt sich mit einem Thema auseinander, das gerade in diesem Winter essentiell erscheint: Was tun bei Regen? Ihre Tipps für trübe Tage führen nach Hvide Sande, Søndervig, Ringkøbing und an den Limfjord.

Finnland

Gerade gesehen! Nun berichtet Tarja auf ihrem Blog über die Serie „Arctic Circle“, eine finnisch-deutsche Koproduktion, die in Finnland unter dem Titel „Ivalo“ läuft. Es geht um den Kampf gegen ein neues Virus und die Suche nach Patient Null. Leider von schlimmer Aktualität, auch wenn es sich im Thriller auch um das Virus als Waffe handelt, die außer Kontrolle geraten ist. Tarja schaut auch dem finnischen Regisseur Hannu Salonen beim Dreh von „Arctic Circle“ über die Schulter, beziehungsweise befragt ihn zur Serie.

Es muss nicht immer Paar-Liebe sein. Am 14. Februar wünscht man sich in Finnland nämlich: Hyvää Ystävänpäivää. Alles klar soweit? Die Finnen denken dabei an alle Menschen, die ihnen am Herzen liegen und bereiten ihnen eine kleine Freude, erzählt Inken auf „finntastic – die finnomenale Website“. Vor allem Briefträger haben viel zu tun am finnischen Tag der Freundschaft.

Islandpferde, Island

Island

Julia Sophie hat auf „Reisewut“ einen Erfahrungsbericht über ihre Reitfahrung auf Island veröffenlicht. Alles über Islandpferde, passende Höfe, Equipment und mögliche Touren findet ihr dort. Ja, auch Anfänger können es tun! Mit einem braven Pferd zunächst ein bisschen üben und dann hinaus in die Natur.

Sina von „Nordlandfieber“ hatte lange von einem Roadtrip in Island geträumt, bevor es im letzten Herbst losging: „2.378 km, 11 Tage, 2 Frauen, ein Campervan“. Temperaturen von null und zehn Grad. Geysire, Wasserfälle, Eisbrocken. Und die Fotos, ein Fest.

Auch Heiko von „people abroad“ zeigt sich erwartungsgemäß von Islands wilder Natur begeistert, als er ganz klassisch auf der Ringstraße unterwegs ist. Nicht ohne an einer grandiosen Gletschertour teilzunehmen!

Norwegen

Trondheim steht weit oben auf meiner Liste. Und Ina von „Mit Kind im Rucksack“ hat sich erneut mit ihrer norwegischen Lieblingsstadt befasst und schreibt über „Trondheim mit Kindern“.

Was sagte ich gerade über Trondheim, das nicht auch für Tromsø gilt?! Anita hat es ebenfalls nach Nordnorwegen verschlagen: Tipps für den Winter in Tromsø inklusive der Jagd auf Polarlichter findet ihr bei „Anita auf Reisen“.

Anke von „Moose around the world“ geht zurück in den Sommer 2018 und erzählt von ihrem Elternzeit-Roadtrip durch Skandinavien. Erklärtes Ziel: die Lofoten. Norwegen hält den Bärenanteil der Reise, die von Dänemark hoch zum Polarkreis und über Finnland und Schweden zurückführt.

Architektur im Norden: Astrup Fearnley Museum
Oslo im Februar

Meine Impressionen vom Februar in Oslo findet ihr in Form eines erzählten Slow Guides. Darunter ein etwas ungewöhnlicher Kino-Besuch. Oder: Wie man kein Wort versteht, sich aber trotzdem wie zu Hause fühlt.

Schweden

Nachhaltig durch Schweden reisen? Antje und Jo von „Elchkuss“ fassen zusammen, wie das funktionieren kann. Mit Bus und Bahn, im Zelt oder Glashaus, in Lokalen mit kurz gereisten, pflanzenbasierten Zutaten.

Jan berichtet auf „Nordicfamily“ über die Wanderung einer Stadt gen Osten: das alte und das neue Kiruna. Man beachte das Innere des neuen Rathauses von Henning Larsen Architects.

Richtig schön winterlich wird es noch einmal bei Kerstin von „K.M. Fantasy World“, die uns zum Wintermarkt nach Jokkmokk mitnimmt, Nordeuropas größtes Winterfestival. Es darf getanzt werden!

Und Kathrin, auch bekannt als „Fräulein Draußen“, erinnert sich zurück an die wunderbare Zeit, als sie vor einem Jahr im Süden Schwedens erste zarte Frühlingsgefühle entwickelte.

Viel Spaß beim Schmökern! Und wer noch Lust auf Geschichten aus dem Norden hat, dem lege ich meinen letzten Nordnerds-Themenartikel nahe, bei dem Begegnungen im Vordergrund stehen.

Text und Fotos: Elke Weiler

Autor

Meerbloggerin, Buchautorin und Journalistin. Hat Kunstgeschichte u.a. in Rom studiert, als Redakteurin bei Burda gearbeitet, aber die meiste Zeit als freie Reisejournalistin. Aktuell lebt die Rheinländerin an der Nordsee, bloggt und schreibt an den nächsten Büchern.

9 Kommentare Neues Kommentar hinzufügen

  1. Avatar Kai sagt:

    Was für eine Arbeit. So wird man seinen Winterspeck aber nie los :-)
    Und was für ein schönes Winterbild vom Valnesfjord.
    Wer will jetzt noch hier bleiben:-)
    Herzlichen Dank und lieben Gruß
    Kai

    1. Avatar Elke Weiler sagt:

      Der Winterspeck verschwindet doch automatisch im Sommer! :-D

      Sehr gut erkannt hast du Valnesfjord. (Jetzt rede ich schon wie Yoda! ;-) )

      Danke dir und liebe Grüße, Elke

  2. Da war ja eine Menge los im Februar.

    Auch ich bin derzeit total gefesselt von der Serie Arctic Circle.
    Der Schnee, Lappland und eine spannende Geschichte.

    Lieben Dank auch für das aufnehmen meines Jokkmokk Beitrages.

    Liebe Grüße
    Kerstin

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.