Winter im Watt

Vom Glück, am Meer zu sein – Werbung und Gewinnspiel mit Merk Fryslân – Weil ich an der Nordsee lebe, weiß ich, wie sich der Winter hier anfühlt. Rau, feucht, wild und wunderbar. Spaziergänge entlang der Wasserkante, die jetzt wie leergefegt wirkt. Weit und breit nur vereinzelte Wanderer, kleine, dunkle …

Das wunderbare Watt

Gestern war der Tag. Wärmer als vorhergesagt, schöner als erwartet, besser als der Frühling. Alle haben es getan. Und auch ich, zum ersten Mal in diesem Jahr. Was für ein Gefühl, was für ein Glück. Nach dem Fluch des Aprils, der uns scheinbar gezielt ausgewählt hat, und unserer Umsiedlung nach …

Das Licht der Insel

Juist im Wechsel der Tageszeit Es gibt mehr als einen Grund, warum ich die Nordsee liebe. Es ist mehr als die Wildheit des Meeres. Mehr als die Brandung, mehr als das Wechselspiel von Ebbe und Flut, mehr als das lebendige Watt. Es ist der Himmel, der so theatralisch und temperamentvoll …

Der Wälz-Faktor

Höchste Alarmstufe! Die Occupy-Bewegung hatte uns umzingelt. So viele Wollknäuel auf einmal hatte ich noch nie gezählt. Was war passiert? Man konnte von einer regelrechten Explosion sprechen. Überall dieses Mäh und Bäh. Jenes Gehüpfe und Gespringe. Vor lauter Bedenken mich in der Plüschmasse aufzulösen, verzichtete ich freiwillig auf den Titel. …

Wahnsinn im Watt

Keiner weniger, lautete die oberste Devise eines Hütehundes. Dass sich ausgerechnet das Katertier verdünnisierte, traf uns alle bis ins Mark. Außenstehende gaben dem kleinen Saubraten die Schuld, Mats durch seine stürmische Leidenschaft vergrault zu haben. Doch wir glaubten das nicht. In Absprache mit meiner Psychoanalytikerin Mademoiselle Julie entwickelte ich folgende …

Schlickschweine unter sich

Filzpantoffeln. Ich war ja mal Profi für solche Dinge. Großes Kompliment in diesem Zusammenhang an die Wollknäuel: Sie waren ohne Zweifel top Köddel- und Wollproduzenten. Aber was tat der kleine Pupser mit so wertvollen Dingen? Das war vielleicht eine lasche Bearbeitung! Eigentlich hatte ich die Veredelung von Lutscherschuhwerk längst aufgegeben, …

Strandtest No.6: Wyk auf Föhr

Noch ist Ebbe. Gleich hinterm Fähranleger beginnt der erste Hundestrand, der natürlich auch zweibeinigen Besuchern offen steht. Hinter der Sand- und Muschelzone wird ein schmaler Streifen Schlickwatt sichtbar. So weit, so gut. Dann wenn die Flut erst alles überspült, weiß der Badende nun also, warum sich der Grund unter seinen …

Die Schwertmuschel

Wer über den Wattboden spazieren geht, findet sie fast überall: Die Schwertmuschel, eine Immigrantin in der Nordsee. Inzwischen hat sie sich auch an der Ostsee niedergelassen. Eingewandert aus dem fernen Amerika verschlug es die Schwertmuschel schon in den 70er Jahren in die Deutsche Bucht, und zwar auf dem Schiffsweg. Sind …

Über den Wattwurm

Wie beigegraue Spaghetti sehen sie aus, die gedrehten Häufchen der Wattwürmer. Dringt der rötliche Wurm in den Boden ein, frisst er den Sand und filtert dabei organisches Material heraus. Ein natürlicher Reinigungsprozess des Watts: Was als Kringel ausgeschieden wird, ist sauberster Sand. Die Wattwürmer selbst sind selten zu sehen, bei …

Inselurlaubsreif

Die Katze, eine Putzmaschine. Wie ferngesteuert schlabberte Mats den lieben langen Tag mit der Schmirgelzunge über sein Fell. Und zockelte als blankpolierter Schönling durch die Gegend. Jedes einzelne Haar saß. Ich hingegen blieb locker und berief mich auf die eingebaute Selbstreinigungsfunktion meines üppigen Haarkleids. In der Fachsprache: Longhairselfclean. Der Dreck …