Stopover in Kopenhagen

Auf dem Weg zu den Färöer Inseln habe ich aber ein paar Stunden Umsteigezeit in Kopenhagen – perfekt für einen kleinen Ausflug. Regen in Nordfriesland bei der Abfahrt, für Kopenhagen hatte der Wetterdienst nichts Besseres angesagt, und im Nordatlantik – fragt nicht!

Ich also in Gummistiefeln. Prompt die Überraschung: Als ich in Kastrup aus dem Flieger steige, scheint die Sonne. Ich habe das Gepäck durchchecken können, gehe unbeschwert hinaus zur Metro. Ein Ticket für Zone 2 kostet 24 DK, die ich mit Karte am Automaten zahlen kann. Bis zum Amager Strandpark sind es nur drei Stationen mit der unbemannten Metro.

Amager Strandpark
Amager Strandpark

Jetzt nur noch dem Schild folgen Richtung Strand. Auf dem Italiensvej überholt mich eine junge Familie per Rad im Beachoutfit. Ich fühle mich etwas overdressed, auch wenn die Sonne ab und an unter den Dramawolken verschwindet.

In gut zehn Minuten stehe ich am Öresund. Zuletzt habe ich auf der anderen Seite, im schwedischen Malmö gebadet. Da fühlte sich das Wasser recht frisch an, der Name Kaltbadehaus kommt nicht von ungefähr. Ende Juli ist die Wassertemperatur mit der heimischen Nordsee vergleichbar.

Öresund
Öresund

Kaum lässt man die Badesachen mal zu Hause… Erst mal weg mit den Gummistiefeln und Socken! Und die Füße im grünen Wasser baumeln lassen – herrlich! Eine fröhliche Seniorin kommt mir mit Eis entgegen. Kinder springen ins Wasser, Familien picknicken. Sportskanonen joggen, radeln, kajaken, skaten und minigolfen.

Von Überfüllung keine Spur. Einige Eisbuden und Beach Trucks sind geöffnet, außerdem können Touren mit Segways unternommen werden. Und ich kann mich nur mit Mühe davon abhalten, nicht in voller Montur in das klare Wasser zu springen.

Dramawolken
Dramawolken

Baden mit Blick auf die Öresundbrücke. Der Sand ist nicht ganz so fein wie zu Hause, aber es gibt sogar Dünen. Schon bei zwei, drei Stunden Zeit beim Stopover lohnt sich der Abstecher an den Strand der Insel Amager.

Und ich frage mich: Gibt es eigentlich einen Flughafen mit einer Chill Out-Zone unter freiem Himmel und Pool? Wenn nicht, bin ich für eine Einrichtung in sämtlichen Transitzonen der Welt. Am besten mit Urban Gardening drumherum.

Lifeguard
Lifeguard

Denn man hat ja nicht immer einen Amager Strandpark in Reichweite.

Text und Fotos: Elke Weiler

  1. Das ist ein toller Tipp, liebe Elke, auf jeden Fall für den Sommer. Ein bißchen Sand zwischen den Zehen und frische Luft um die Nase ist auf jeden Fall besser, als im Flughafen abzuhängen!

    • Danke, liebe Sabine! Hast du denn was geplant bezüglich Kopenhagen und weiter? Liebe Grüße von unterwegs!

  2. Sag mal, hattest du tatsächlich Gummistiefel im Gepäck? : )

  3. Schlimmer als Gummistiefel bei Wärme sind ja nur noch Socken, die in Gummistiefeln unter die Hacke rutschen 🙂

    Wir haben es im März übrigens mal getestet: Wenn man nicht die Füße im Öresund baumeln lässt, sondern von der äußersten Ecke Amagers (beim Beach Club Helgoland) losschlendert, braucht man exakt 1,5 Stunden zurück zum Flughafen.

  4. Pingback: Unterwegs auf den Färöer Inseln

  5. Pingback: Der Duft der Lussekatter | Meerblog

  6. Wow, das sieht richtig schön aus. Hätte ich vor meinem Kopenhagen-Trip letzte Woche mal deinen Blog entdeckt, wäre ich da vielleicht auch hin gefahren. Wobei es für den Strand vielleicht doch etwas zu kalt gewesen wäre 😀

    Wenn du nochmal nach Kopenhagen kommst und länger Zeit hast, schau doch mal auf meinem Blog vorbei. Ich habe da ein paar Tipps, was man in der teuren Stadt alles kostenlos machen kann!

    http://www.on-a-budget.de/2016/03/02/staedtetrips/teures-kopenhagen-8-dinge-die-du-kostenlos-tun-kannst/

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

%d Bloggern gefällt das: