Sommer in Kopenhagen

Wir hatten eine Wohnung in Kopenhagen. Nur für ein paar Tage, volle, wunderbare Tage. Vibekevang ist eine Arbeitersiedlung aus den Anfängen des 20. Jahrhunderts, frei übersetzt der Flur von Wiebke. Er zählt heute zum Stadtteil Østerbro, knapp an der Grenze zum angesagten Nørrebro. Und Vibekevang ist beliebt mit seinem Vintageflair, …

Und dann kommt Julchen

Eigentlich bin ich kein Typ für Roadtrips. Stundenlanges Fahren macht mich schläfrig, außerdem bleibe ich lieber länger an einem Ort. Aber wie definiert sich ein Roadtrip überhaupt? Als motorisierte Reise über eine weitere Strecke? Angeblich legte Bertha Benz im Jahre 1888 den ersten Roadtrip der Geschichte auf, als sie sich …

Go Emilia, go!

Das Ziel ist immer der Weg, manche begreifen es nie. Einige werden im Laufe ihres Lebens zu Entdeckernaturen, manche sind es von Geburt an. Wie ich. Aus diesem Grund hatte Madame mich im zarten Welpenalter als Kolumnistin bei Meerblog eingestellt. Das Erkunden neuer Wege liegt mir in den Genen. Warum …

Der Nordseeweg

Seite ÜberÜber das Fahrradfahren in Kopenhagen habe ich bereits ausführlich berichtet. Doch auch auf der über 560 Kilometer langen Strecke entlang der Nordseeküste bis hoch nach Skagen lässt es sich gut radeln. Es ist ein ganz anderes Fahren als in der Stadt. Der Wind, dein ständiger Begleiter. Ein Stück durfte …

Stopover in Kopenhagen

Ab zum Amager Strandpark Auf dem Weg zu den Färöer Inseln habe ich aber ein paar Stunden Umsteigezeit in Kopenhagen – perfekt für einen kleinen Ausflug. Regen in Nordfriesland bei der Abfahrt, für Kopenhagen hatte der Wetterdienst nichts Besseres angesagt, und im Nordatlantik – fragt nicht! Ich also in Gummistiefeln. …

Ein Weekend in Kopenhagen

Ein guter Tag in Kopenhagen beginnt in einem Café oder einer Bäckerei mit einem Tebirkes. Ein rechteckiges Mohnbrötchen aus Blätterteig, möglichst noch warm und mit einem Hauch von Marzipan im Innern. Diese Leichtigkeit! Dazu einen Kaffee, mehr braucht man nicht. Dem Treiben auf der Straße zuschauen, Horden von Radfahrern auf …

Die Füße des Physikers

Jener Morgen wirkt grau, Nebel hängt über den Feldern Langelands, der Horizont scheint greifbar nah. Ich lande in Rudkøbing am Wasser. Weil es dem Grau des Tages seine ganze Farbpalette entgegenstellt. Doch was, wenn der Nebel auch die Hausfassaden auswaschen könnte? Gelb dominiert. Langeland kennt die Sonne, schließlich liegt es in der Dänischen Südsee.

Sonntagsruhe. Ich laufe über die Østergade, wo sich Geschäft an Geschäft reiht, mache einen Abstecher zur Mühle Bymølle, die leicht erhöht über dem Ort thront. Halte die Füße des Physikers Ørsted auf dem Gåsetorvet für die Ewigkeit fest. Und lande dort, wo es alle hinzieht: in der ältesten Straße des Städtchens, der Ramsherred.

Kaum Menschen unterwegs an diesem Tag im September. Nur die Katzen scheinen vor den pastellfarbenen Wänden zu posen. Dabei zählt der Hauptort der Insel immerhin über 4.600 Einwohner. Hafenstädte haben immer diese Wirkung auf mich, wie ein Magnet. Das Wasser klatscht an die Bootsstege, und wenn man aufs Meer sieht, will man weg. Hinaus, das nächste Boot, die Fähre nehmen.

Um wieder zurückzukehren. Und herauszufinden, was es mit diesem Physiker auf sich hat. Um festzustellen, dass neben dem Physiker vor allem Schaupieler aus Rudkøbing kommen. Dass die Künstler die Insel lieben. Und dann irgendwann die Insel und den Ort in einem anderen Licht zu sehen. In einer anderen Stimmung. An einem Wochentag. Vielleicht in der Saison. Um sich zurückzusehnen nach dieser Herbstruhe?

Text und Fotos: Elke Weiler

Windgeflüster auf Langeland

Kein Mensch außer mir am Strand. Spuren von Schuhen und Pfoten im Sand. Endlich habe ich Dünen gefunden und sogar ein kleines Holzhaus dazwischen. Der ideale Ort. Zur Rechten die 30 Meter hohen Klippen der Ristinge Halbinsel, zur Linken die Weite, das Glitzern der Sonne im Meer. Langeland. Auf den …

Slow auf Langeland

Der Regen prasselt gegen die Autofenster, verschwommen sehe ich die Buchenallee, eine Zufahrt von Skovsgaard. Die Blätter färben sich von grün zu gelb zu braun vor dem aschgrauen Himmel. Der Duft von Kastanien, Moos, Erde. Der würzige Duft des Herbstes überall. Morgens habe ich ein Bio-Frühstück in meinem Bed & …

Im Haus des Dichters

Andersens Kindheit in Odense Feine Wassertropfen benetzen meine Haut. Nieselregen, oder ist es die Gischt? Die Lippen schmecken nach Salz, am Horizont bringt die Sonne das Wasser zum Leuchten. Gibt es Schweinswale im Lillebælt? Ich sehe nur Schaumkronen auf den Wellen. Die erste Etappe meines Roadtrips von Husum nach Langeland …