Salade niçoise

Salade Niçoise

Es ist die Zeit der Brechbohnen. Und so möchte ich heute ein Rezept vorstellen, das ich seit Jahrzehnten koche und mit der Zeit nur wenig abgeändert habe. Es stammt aus einem französischen Schullehrbuch vom Gymnasium, leider kann ich es nicht mehr finden. Es wäre natürlich grandios gewesen, die entsprechende Seite abzufotografieren und das Original mit meinem Rezept zu vergleichen.

Wir haben den Nizza-Salat damals im Französisch-Unterricht gemacht und verspeist. Eine meiner schönsten Französisch-Stunden, mais bien sûr. Et merci beaucoup, Monsieur Pfeiffer! Später waren mir Restaurants stets suspekt, die Salade niçoise mit grünem Salat anbieten. Letzterer hat im Nizza-Salat überhaupt nichts zu suchen.

Bei Salate niçoise handelt es sich um ein Rezept ohne großen Aufwand. Die Zutaten und Mengen hängen wie immer von euren Präferenzen ab. Kocht ihr vegetarisch oder mögt keinen Fisch, lasst den Thunfisch einfach weg. Die Kapern, die ich selber immer zufüge, gehören zwar nicht zum Originalrezept, passen aber très bien und stellen einen guten Ersatz für Thunfisch dar. Wir nehmen trotzdem meist spanischen Thun mit Nachhaltigkeitssiegel, der einzeln mit der Angel gefangen wurde.

Zutaten & Zubereitung

Fünf mittelgroße Kartoffel kochen und pellen. 200 – 250 Gramm Brechbohnen kochen. Zwei Eier hart kochen und schälen.

Natives Olivenöl (extra fruchtig), etwa drei Teelöffel Senf (je nach Gusto), Salz und Pfeffer für die Soße. Der Nizza-Salat sollte nicht zu ölig, aber auch nicht zu trocken geraten. (Die Ölmenge hängt auch ein bisschen von der Kartoffelsorte ab.) Alles schön vermengen.

Salade niçoise
Jetzt noch schnippeln und rühren.

Eine kleine weiße Zwiebel (oder ein Stück von einer Gemüsezwiebel) in zarte Ringe oder Streifen schneiden. Zwei Tomaten stückeln. Etwa drei Teelöffel (in Öl oder Salz eingelegte) Kapern und ungefähr ein Drittel von einem Glas schwarze Oliven zufügen. Ich weiche hier vom Original ab und nehme am liebsten griechische Kalamata. Dazu 120 Gramm Thunfisch – alles in die Soße. Die fertigen Kartoffeln in Stücke schneiden, auch Eier und Bohnen abkühlen lassen und dazu tun. Gut verrühren und ein wenig ziehen lassen.

Frankreich auf der Terrasse

Dazu ein Gläschen Rosé aus der Provence – et voilá – fertig ist das Dinner. Wahlweise auch der Partysalat. Passt perfekt in den Spätsommer. Als Vorspeise finde ich Nizza-Salat zu mächtig. Die Portion mit den angegebenen Mengen reicht für zwei bis drei Leute als Hauptgericht. Und wenn es doch zuviel sein sollte: Salade niçoise gehört zu den Speisen, die am nächsten Tag (nach einer Kühlschranknacht) fast noch besser schmecken. Zirka zwanzig Minuten vor dem Essen aus dem Kühlschrank holen.

Bon appétit!

  1. Hört sich echt gut an 🙂 hab schon überlegt, was ich mit Brechbohnen machen kann, da sie im Moment ja in jedem Supermarkt zu sehen sind. Vielleicht probiere ich mich mal an dem Salat 🙂

  2. Was für ein leckeres Rezept 🙂 Danke dafür ♡ Das ist doch genau das Richtige für diese wundervollen Spätsommertage, die uns nochmal so mit Wärme verwöhnen. Alles Liebe Renate

  3. Das klingt lecker! Jetzt weiß ich, was es heute Abend zu essen gibt 🙂

  4. Bemerkenswerter Französisch-Unterricht, wenn der schuld dran ist, dass der Meerblog zum Foodblog mutiert. 😉 Jetzt hast Du den Salat! 😛

  5. Hört und liest sich toll. Trotzdem fehlt mir da was. Genau der Geruch des Meeres. Deswegen freue ich mich schon auf in 14 Tagen wenn wir wieder live vor Ort sein werden. Wie immer einen Mietwagen in Nizza nehmen, und die Küstenstraße entlang fahren. Bis nach Monaco.

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