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Meine Tage am Limfjord

Im letzten Sommer habe ich mich verirrt. Statt ans Meer fuhren wir schnurstracks an einen Fjord, der keiner ist. Der Limfjord. Ein Meeresarm, der den Norden Dänemarks, die Halbinsel Jütland zweiteilt. Eine Landschaft aus Flüssen und Seen, umgeben von Hügeln mit Weizenfeldern und Wiesen. Eine Landschaft, weicher noch als in der Toskana.

Es war das Licht am Limfjord, dass es mir angetan hat. Es war die Ruhe, die Beschaulichkeit. Es waren die Farben, die maritimen und die ländlichen. Es waren die Düfte, von See, Salz und der Süße der Landschaft.

Limfjord gibt sich maritim.
Limfjord gibt sich maritim.

Wir picknickten auf der Insel Venø, wir besuchten die kleinen Orte am Limfjord wie Handbjerg, Struer, Humlum und Lemvig. Wir probierten die Köstlichkeiten der Gegend, die Miesmuscheln, die typischen Venø-Kartoffeln, das Bier der Insel Fur.

Weite, fast leere Strände

Im Freilichtmuseum Hjerl Hede ließen wir uns in eine andere Zeit versetzen, umgeben von Schweinen, Schafen, Gänsen und Pferden. Natürlich hat sich einiges geändert seit 100 bis 200 Jahren. Doch das Museum passt so gut hierher, weil sich der Landstrich das wichtige Gut einer anderen Zeit bewahrt hat.

Die Zeit bleibt stehen in Hjerl Hede.
Die Zeit bleibt stehen in Hjerl Hede.

Limfjord eignet sich für alle, die genau diese Beschaulichkeit suchen. Dänische Familien lieben den Fjord. Im Sommer ist es herrlich in seinen ruhigen, flach abfallenden Gewässern zu baden, die weniger salzig sind als die Nordsee.

Die Farbe des Limfjords

Doch wir lieben die wilde Nordsee und wollten den Wellen zuzuschauen. Wir wollten sehen, ob wir das Watt vermissen. Bei Bjerghuse haben wir es ausgetestet. Und selbst im Juli so unendlich viel Platz am Strand gefunden, dass wir nicht mehr fort wollten.

Am Strand bei Bjerghuse
Am Strand bei Bjerghuse

Wir haben die Weite der Landschaft genossen und beschlossen wiederzukommen. Beim nächsten Mal die Insel Fur zu besuchen, auf der das gleichnamige Bier gebraut wird. Die Limfjord-Austern zu probieren. Vielleicht gegenüber von Venø zu campen und mit dem Kajak zu fahren.

Hinein ins Blaue, denn das ist die Farbe des Limfjord. Und je nach Licht kann das Blau dich verzaubern.

Text und Fotos: Elke Weiler

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CategoriesAllgemein
Elke

Meerbloggerin, Buchautorin und Journalistin. Hat Kunstgeschichte u.a. in Rom studiert, als Redakteurin bei Burda gearbeitet, aber die meiste Zeit als freie Reisejournalistin. Aktuell lebt die Rheinländerin an der Nordsee, bloggt und schreibt an den nächsten Büchern.

  1. Sarah says:

    Der Limfjord ist echt ein Geheimtipp. Wir waren vor zwei Jahren mal dort, und haben die Ruhe und Entspanntheit so genossen.

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