Wintertage

Wenn sich das Wetter nicht an die Vorhersage der App hält, wenn es ein paar Kilometer weiter ganz anders als zu Hause ist, dann bist du in Nordfriesland. Und der Winter in Nordfriesland ist dann schön, wenn es nicht zwei Wochen am Stück regnet. Wenn sich der nächtliche Frost wie ein weißes Kleid über die flache Landschaft legt.

Echte Wintertage. Wenn es endlich ein bisschen schneit. Heute war ich am Strand, um den Schnee von gestern einzufangen. Bei vier Grad plus und Sonne sind seine Überlebenschancen gering. Den Rest fressen die Hunde oder sie wälzen sich vor Freude darin.

Text und Fotos: Elke Weiler

Bang Krachao, das grüne Bangkok

Es ist ein diesiger Tag, der Horizont wirkt fast schwarz, als wir über eine der großen Flussbrücken fahren. Nur der zarte Blaustreifen über uns macht mir Hoffnung. Eigentlich ist Winter in Thailand, und wenn das Thermometer mal auf 22 Grad Celsius fällt, friert man schon. So meint jedenfalls Nok. Für …

Durch die Khlongs von Bangkok

Ich stolpere, reiße fast einen Tisch um, traumwandele durch Bangkok. Doch Nok schaut für Zwei, geleitet mich sicher durch Gassen, über Treppen und zu sämtlichen Verkehrsmitteln, die wir an diesem ersten Tag benutzen: Auto, Skytrain, Longtailboat. Mir ist abwechselnd warm und kalt, meist friere ich jedoch – und das bei …

Vier Räder unterm Regenschirm

Mit der Ente durch Paris Der Mythos vom Bauern und den Eiern, er stimmt. Eigentlich wurde der 2CV geschaffen, damit ein bis zwei Bauern in Gummistiefeln ihren Wein, die Eier und einen Sack Kartoffeln unversehrt über holprige Feldwege transportieren konnten. Mit dieser schon genialen Aufgabenstellung entstand das vermutlich einzige Schaukelauto …

Unterwegs mit Egon

Heute möchte ich euch ein Mini-Pony vorstellen, das verdammt gerne unterwegs ist: Egon. Natürlich nicht allein. Mit im Wanderteam sind Sarah, Timo und Hund Sturmi. Neugierig? Kollegin Sarah hat mir ein paar Fragen beantwortet…

Wie lange seid ihr schon als Team unterwegs, und wie kam es zu der Konstellation?
„Als Viererteam sind wir seit Juni 2013 unterwegs. Da kam nämlich Egon zu uns, und wir standen vor der Frage: Wie beschäftigt man ein 90 Zentimeter „großes“ Miniaturpferd? Also haben wir mit Spaziergängen begonnen und diese nach und nach ausgeweitet. Inzwischen ist Egon mit richtigem Packsattel und -taschen unterwegs.“

Was habt ihr zuletzt erwandert, was hat euch dabei besonders gefallen?
„Unsere letzte Tour war eine kurze Tagestour um eine Thüringer Talsperre am kürzesten Tag des Jahres. Jetzt im Winter ist das Übernachten draußen etwas ungemütlich, weshalb wir viele Tagestouren unternehmen. Das geht in Thüringen auch wirklich toll, denn auch dort kann man das Gefühl haben, wirklich mitten im Nichts zu sein. Das begeistert uns jedes Mal aufs neue.“

Was ist euer Traum?
„Eine mehrmonatige Wanderung. Das wird vermutlich aber erst im Jahr 2016 klappen. Wohin, wird aber noch nicht verraten.“

Und euer nächstes Projekt?
„Für dieses Jahr haben wir schon so einige Wanderungen und Reisen geplant. So werden wir beispielsweise in Brandenburg, in der Sächsischen Schweiz und in Bayern unterwegs sein. Auch der Thüringer Rennsteig steht noch auf unserer Liste.“

Was ist Egons größte Leidenschaft?
„Essen. Das kann er zu jeder Tages- und Nachtzeit. Stromzäune und geschlossene Türen halten ihn übrigens nicht davon ab, heimlich in den Stall zu schleichen und die gesamte Heuration für vier Großpferde aufzuessen.“

Wir danken Sarah und Egon für das Interview! Wenn ihr mehr über Egon wissen wollt, schaut unbedingt bei „Verwandert“ vorbei! Sarah hat mehrere eBooks zum Thema „Wandern mit Pony“ herausgebracht. Auch ihre kompletten Touren von 2015 findet ihr zum Beispiel zusammengefasst als Buch.

Packpony Egon
Egon und sein Rudel

Sieben Grad und Sonne

Als wir vor fünf Jahren von Düsseldorf an die Nordsee zogen, gab es nur einen einzigen Grund: der gigantische Strand von Sankt Peter-Ording. Die fatale Kombination von Wüste und Meer inspiriert, ist Balsam für die Seele, wirkt Wunder in Sachen Tiefenentspannung. Inzwischen ist die Zahl der guten Gründe gewachsen. Auch die Schafe auf den Fennen, die geschwungenen Gründeich der Halbinsel Eiderstedt, der kleine Hafen am Siel, die ausgeschlafenen Leute, der Humor an der Küste, die Cafés mit ihrer hohen Kuchenkompetenz, die immerzu gute Luft, der Geschmack von Queller und vieles mehr.

Am liebsten ist mir der Sommer an der Nordsee, und das nicht nur, weil ich gerne schwimme. Ich mag es, wenn sich das Leben wieder nach außen verlagert. Auf die „Tote Tante“ bei Schietwetter pfeife ich. Und der Wind? Manchmal lädt er dich mit Energie auf, manchmal nimmt er sie dir.

Doch der Winter hat mindestens einen unschlagbaren Vorteil: Unser 12 Kilometer langer Hausstrand ist fast menschenleer und wirkt unendlich. Es kostet jetzt keinen Eintritt. Paradiesische Ruhe. Nur das Tosen des Meeres haben wir schon hinter den Dünen gehört.

Text und Fotos: Elke Weiler

Am Pool des Jaguars

Im Museum von Tulipe Ein Auf und Ab, der Weg. Schon in Quito geht das los. Wir drängeln uns durch die ewige Rush Hour der Hauptstadt Ecuadors, halten Kurs auf Breitengrad Null, die Mitte der Welt. Und weiter Richtung Norden. Vom wolkenverhangenen Himmel in die Sonne. Meist geht es bergab, …

Ziegen, die von Bäumen feixen

Endlose Olivenplantagen rechts und links der Schnellstraße. Wir fahren durch die Souss-Ebene von Marrakesch nach Essaouira. Der Süden Marokkos. Überall rotbraune Erde, Orangen und Weinreben. Am Straßenrand Kakteen, freilaufende Hühner, Müll. Am Horizont die Ausläufer des Atlasgebirges. Mubarrak erzählt, dass 40 Prozent der arbeitenden Bevölkerung in der Landwirtschaft tätig sind. …

Nebel über dem Fjord

Sonnenlicht fällt durch den Spalt zwischen Fenster und Vorhang. Ich blicke hinauf, wie ein Sog wirkt die schmale Flucht, der Himmel über Oslo leuchtet blau. Doch auf dem Weg zur „Kaffebrenneriet“, dem netten Café gegenüber vom „Nasjonalmuseet for kunst“, mache ich eine seltsame Entdeckung: Die Straßen, die zum Fjord hinunter …