Job: Besuchs- und Streichelhund

Aus der Interviewreihe: „AUF DER MATTE BEI MADEMOISELLE JULIE“ Heute mit meiner lieben Deich- und Strandfreundin Wilma! Seit kurzem darf sie sich mit einem neuen Titel schmücken: Besuchs- und Streichelhund. Wir gratulieren! Aber lasst euch von Wilma selbst erzählen, was sie so macht und warum. Und wie eine Skandinavierin nach …

Himmel im Sand

Eigentlich wollte ich heute den ersten Island-Artikel schreiben, doch das Wetter ist zu schön, der Strand zu nah, und die Hunde zu glücklich in St. Peter-Ording. Also kosten wir die letzten Tage aus, bevor zu Ostern die Saison startet.

Doch wir sind nicht die Einzigen, die so gedacht haben, die von den frühlingshaften Temperaturen an die Wasserkante gelockt wurden. Und doch – in der Weite, die bis zum Horizont reicht, verteilen sich Mensch und Tier. Die Ersten haben sich in den Sand gehockt – ein eindeutiges Zeichen für Frühling.

In der Mitte der Wüste glitzert ein riesengroßer Spiegel. Als würden wir auf seiner Oberfläche wandeln können, die nicht Wasser, nicht Sand, sondern Himmel ist. Sogar die Sonne spiegelt ihr Antlitz gleich neben der Muschel. Der Wind hat eine Atempause eingelegt, und die Algen schreiben eine Botschaft in den Sand, die keiner lesen kann.

Sankt Peter ist einfach schön

In der Brandung planschen, dass es nur so spritzt. Eine Insel zu viert besetzen, und der Flut beim Auflaufen zuschauen. Losrennen, hüpfen, in den Pfützen das Wasser aufwühlen. Und am liebsten würde ich mich wie die Hunde im Sand wälzen.

P.S.: Derselbe Sand bildet inzwischen Dünen im Haus. Tricky!
P.P.S: Alles Handyfotos, da das Ganze eine spontane Aktion war!

Text und Fotos: Elke Weiler

Einer für alle

Manchmal kam es knüppeldick, wie meine Sonne zu sagen pflegte, wenn etwas schief lief. Speziell mich hatte sie dabei oft in Verdacht. Als ob Julchen je unter mir zu leiden hätte! Artig und putzig, wie ich war. Ein Musterrüde sozusagen. Aber manchmal kam es selbst für einen sanftmütigen Foodblogger knüppeldick.

Wintertage

Wenn sich das Wetter nicht an die Vorhersage der App hält, wenn es ein paar Kilometer weiter ganz anders als zu Hause ist, dann bist du in Nordfriesland. Und der Winter in Nordfriesland ist dann schön, wenn es nicht zwei Wochen am Stück regnet. Wenn sich der nächtliche Frost wie ein weißes Kleid über die flache Landschaft legt.

Echte Wintertage. Wenn es endlich ein bisschen schneit. Heute war ich am Strand, um den Schnee von gestern einzufangen. Bei vier Grad plus und Sonne sind seine Überlebenschancen gering. Den Rest fressen die Hunde oder sie wälzen sich vor Freude darin.

Text und Fotos: Elke Weiler

Der saubere Deich

Unsere Hütte war im Belagerungszustand. Zunächst rückte ein komfortabler Schrankkoffer an, den wir schon gut kannten. Also würde auch bald Grandmadame auf der Bildfläche erscheinen. Natürlich freuten wir uns, auch wenn wir eine Schlummerstätte an sie abtreten musste. Während des Aufenthalts von Grandmadame hatten wir offiziell keinen Zutritt zu Madames …

Sieben Grad und Sonne

Als wir vor fünf Jahren von Düsseldorf an die Nordsee zogen, gab es nur einen einzigen Grund: der gigantische Strand von Sankt Peter-Ording. Die fatale Kombination von Wüste und Meer inspiriert, ist Balsam für die Seele, wirkt Wunder in Sachen Tiefenentspannung. Inzwischen ist die Zahl der guten Gründe gewachsen. Auch die Schafe auf den Fennen, die geschwungenen Gründeich der Halbinsel Eiderstedt, der kleine Hafen am Siel, die ausgeschlafenen Leute, der Humor an der Küste, die Cafés mit ihrer hohen Kuchenkompetenz, die immerzu gute Luft, der Geschmack von Queller und vieles mehr.

Am liebsten ist mir der Sommer an der Nordsee, und das nicht nur, weil ich gerne schwimme. Ich mag es, wenn sich das Leben wieder nach außen verlagert. Auf die „Tote Tante“ bei Schietwetter pfeife ich. Und der Wind? Manchmal lädt er dich mit Energie auf, manchmal nimmt er sie dir.

Doch der Winter hat mindestens einen unschlagbaren Vorteil: Unser 12 Kilometer langer Hausstrand ist fast menschenleer und wirkt unendlich. Es kostet jetzt keinen Eintritt. Paradiesische Ruhe. Nur das Tosen des Meeres haben wir schon hinter den Dünen gehört.

Text und Fotos: Elke Weiler

Sonne am Wursthimmel

Eigentlich war Julchen meine Sonne, doch wenn es tagelang regnete, konnte sie leicht zum Herbststurm werden. Als Foodblogger und Genusshund hält man es da mit den Lutschern, die sich kulinarisch aufzumuntern wissen. Als Julchen siehst du melancholische Wollknäuel im Regen. Und Kühe, die sich auf einer Brücke zusammendrängen, um nicht …

Biber am Himmel

Was siehst du?
Wolkenraten



Himmel über Nordfriesland, Halbinsel Eiderstedt

Nach dem Sturm ist vor dem Sturm. Das Wetter ändert sich im Minutentakt, die Wolken fliegen über den Himmel. Oder was ist das? Ich sehe einen geflügelten Biber, der lacht.

Herbst an der Küste

Nordfriesland wirkt in diesen Herbsttagen fast verlassen, hat man die Scharen der Badegäste des skandinavischen Wundersommers vor Augen. Aber gerade die Leere am Strand hat ihren Reiz. Wie sie seine Unendlichkeit betont. Ein vereinzelter Kitesurfer im Wasser, ein rasant fahrender Kutter direkt vor der Küste, eine Familie, die vor den Dünen picknickt.

Das goldene Licht wirkt wie ein Weichzeichner, der Herbst als Künstler wäre Impressionist. In dieser Einfachheit werden die Details wichtiger, die Fußabdrücke, die Muscheln, das Strandgut. Die letzten Spuren der Springflut, die den ganzen Strand von Sankt Peter-Ording geschluckt hatte.

Text und Fotos: Elke Weiler

Deichdiva und Dünenrocker

Madame war weg, und es dauerte drei Ewigkeiten, bis sie zurückkam. Julchen meinte, wir müssten alles tun, um Monsieur ein wenig aufzumuntern. Doch dann streikte nicht Monsieur, sondern sie. Himmelschafundmeer! Hierhin wollte sie nicht und dorthin auch nicht. Nur zum Strand oder ins Dorf. Ein paar Lutscher sehen. Bussibussi und …