Ein Hundekrimi vom Fjord

Gestern Abend kam die Nachricht vom Hersteller: „Herzlichen Glückwunsch – dein Buch ist lieferbar!“ Das freut jeden Schreibenden natürlich sehr. Schon allein das immense Gefühl, das einen bei der Abgabe an den Hersteller ausfüllt. Eine kuriose Mischung aus Erleichterung und Wehmut. Das Baby ist weg, aus der Hand, es fliegt davon wie ein junger Vogel. Möge es seine Lesenden finden. Möge es die Herzen erfreuen.

Doch diesmal war alles anders. Und das liegt am Fehlen von Julchen. Dem realen Julchen. Meinem ersten Hund, der mein Leben über 15 Jahre und drei Monate geteilt hat. Sein gesamtes Leben, sieht man von den ersten Wochen ab. Es ist noch nicht lange her, dass Julchen gestorben ist, zweieinhalb Monate. Ich bin mitten in der Trauer, die mich oft hinterrücks überfällt. Von einer Sekunde auf die andere, ohne Vorankündigung. Mich mit dem Fehlen meiner Partnerin in crime konfrontiert. Der größten Inspiration für die Julchen-Serie.

Diesmal hab ich mich unendlich schwer getan, das neue Buch abzugeben. Es war zu Julchens Lebzeiten geschrieben. Doch war es fertig? Man kann könnte bis in alle Ewigkeiten kleine Änderungen vornehmen, noch einen Fehler im Buchsatz finden, noch eine neue Idee umsetzen. Man könnte ein Buch nie abgeben. Es für immer bei sich behalten. Wie einen Schatz. Aber am Sonntagabend habe ich es geschafft. Endlich. Julchen im Himmel hat erleichtert gebellt, ich habe es genau gehört. Kleine Zwischenfrage an alle, die schon eine Hundebegleitung in ihrem Leben verloren haben: Hört auch ihr manchmal ein Geisterbellen?

Es beginnt auf der Fähre

Nun aber zum neuen, sechsten Roman, der sich quasi lückenlos an das fünfte Buch anschließt. Der Kopenhagener Auftraggeber engagiert Julchen und ihre Assistentin erneut. Wieder sind sie auf den Spuren der in Teil 5 verschwundenen Frau. Diesmal führt sie die Suche nach Norwegen. In Oslo hat sich besagte Freya einer Aktivistengruppe angeschlossen.

Der sechste Julchen-Krimi
Coverdesign: Kathrin Steigerwald

Die Ermittlerinnen wissen bereits, dass die junge Frau ihrem norwegischen Freund gefolgt ist und ihre Zelte in Kopenhagen abgebaut hat. Scheinbar tat sie es mit einem zweideutigen Gefühl, sonst hätte sie ihrem Bekannten keine versteckten Botschaften hinterlassen. Die ganze Sache bleibt mysteriös. Nach einem kurzen Aufenthalt in Kopenhagen nehmen Julchen und Madame die Fähre nach Oslo. Doch mitten in der Nacht müssen sie mitansehen, wie etwas ins Wasser fällt. Ein Mensch?

In Oslo folgt ihnen jemand. Der erste Versuch einer Kontaktaufnahme scheitert. Beim zweiten vereinbarten Treffen wird die Osloer Oper noch vor der Vorstellung evakuiert. Wer oder was steckt dahinter? Wem treten die Privatermittlerinnen mit ihren Nachforschungen auf die Füße? Will jemand die Aktionen der Aktivisten vereiteln? Julchen und Madame agieren am Limit ihrer Möglichkeiten. Doch zum Glück bekommen sie Hilfe von unerwarteter Seite.

Im Buchhandel

Der sechste Krimi steht ganz im Zeichen weiblichen Empowerments. Und wer Julchens bisherige Bücher gelesen hat, weiß: Sie ist eine starke, selbstbewusste Hündin und Feministin per se.

Ihr könnt das Buch wie immer über den Buchhandel und die üblichen Onlineplattformen beziehen. Am schnellsten geht es über den Shop des Herstellers BoD, siehe Widget weiter unten. Dort gibt es auch die Möglichkeit, in den Roman hineinzulesen.

Wer „Schnee in Oslo“ gleich hier im Shop bestellen möchte und eine deutsche Adresse für den Versand hat, der bekommt sein Exemplar gerne mit Widmung (bitte Namen angeben) und Julchen-Karte. Derzeit warte ich noch auf die Lieferung.

Ich wünsche euch schon mal viel Spaß mit dem neuen Fall!

Erste Stimmen zum Buch

„Den neuen Krimi der Serie „Julchen ermittelt“ fand ich besonders spannend. Und er erzählt von starken Frauen, die sich entschlossen zusammentun und füreinander einstehen. Das fand ich an diesem Buch besonders schön. Generell mag ich Julchen, wie sie über den Lauf der Welt sinniert und das Verhalten der Menschen betrachtet. Und wie sie die anderen Tiere nennt und beschreibt, Hühner, Pferde, Schafe, Möwen – das ist so charmant und treffend.“

Sagt Meike Nordmeyer, Korrektorin des sechsten Bands. Mehr von Meike könnt ihr auf ihrem Reiseblog für Kultur und Genuss meikemeilen lesen.

„Der sechste Teil der wunderbar einzigartigen Krimireihe mit Bearded Collie Hündin Julchen als feinsinnige Ermittlerin an der Seite von ‚Madame‘ entführt uns Vollblutfans diesmal ins verschneite Norwegen. Wie immer fesselte mich als Leseratte nicht nur das äußerst aktuelle Thema des neuen Falls, sondern die blumige Beschreibung der jeweiligen Schauplätze sowie das intensiv liebevoll vertraute Miteinander der beiden Hauptakteurinnen. Einmal tief eingetaucht, verlässt man die Gefühlswelt von Julchen nur ungern. Ganz ehrlich gibt es kein schöneres Geschenk von Hundenfreun(in) zu Hundefreund(in) als einen Roman der Serie „Julchen ermittelt“ … beispielsweise als kurzweilige Urlaubslektüre.“

Findet Testleserin Tante Ju, die vor über 15 Jahren die Schwester des echten Julchens in ihr Leben holte. Ein Hoch auf die gute Missy, die gemeinsam mit Juli von der Wolke wuffend grüßt!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert