Dünenhasen und Deichkönige

Umzingelt. Die Wollknäuel von der Occupy-Bewegung hatten die Fennen besetzt. Egal, ob ich die Lage vor oder hinter dem Haus observierte, überall standen sie herum und grasten. Einmütig. Es hatte keinen Zweck, mit ihnen zu kommunizieren, denn sie machten auf unüberwindliche Sprachbarriere. Einmal im Leben wollte ich Schaf sein! Nichts …

Party an der Förde

Alles begann mit einem Missverständnis. Ich trieb die Wollknäuel weg von der Straße, damit sie nicht die ganzen Abgase einatmeten. Doch statt mir zuzuschauen und Beifall zu klatschen, verschwanden Madame und Janni im Haus. Und so stand ich an meinem Geburtstag vor verschlossenen Toren. Zur Sicherheit und ganz gegen die …

Wilde Spiele im Schnee

Mit einem Mal war mir nach innerer Einkehr. Also bat ich Madame, die Kerzen anzuzünden, und blickte auf den sitzenden Buddha. Er lächelte so rum und strahlte irgendwas aus. Ruhe. Janni war draußen. Es schneite, und die Jäger waren unterwegs. Da schwor ich auf Meditation, statt wie üblich den Outdoorhasen …

Deichballett

Happy Hippo! Mich wunderte kaum, dass Monsieur ihn so nannte. Wenn der kleine Pupser am Deich in seinen lustigen Pummelgalopp verfiel, erinnerte einen das stark an ein wuchtiges, ungelenkes Tier. Dabei strahlte Janni von einem Plüschohr bis zum anderen. Es war an der Zeit, den Saubraten mal wieder in andere …

Wahnsinn im Watt

Keiner weniger, lautete die oberste Devise eines Hütehundes. Dass sich ausgerechnet das Katertier verdünnisierte, traf uns alle bis ins Mark. Außenstehende gaben dem kleinen Saubraten die Schuld, Mats durch seine stürmische Leidenschaft vergrault zu haben. Doch wir glaubten das nicht. In Absprache mit meiner Psychoanalytikerin Mademoiselle Julie entwickelte ich folgende …

Wildgänse und Wasserfreuden

Chaos am Himmel! Ein Gekrächze und Gezetere über uns, das nichts Gutes verhieß. Die Superpiepmätze! Sie kamen wie jedes Jahr im Herbst auf unsere schöne Halbinsel und besetzten ohne zu fragen die Fennen. Auch im Watt trieben sich einige herum. Madame verklickerte uns was von Ringel- und Nonnengänsen sowie von …

Schlickschweine unter sich

Filzpantoffeln. Ich war ja mal Profi für solche Dinge. Großes Kompliment in diesem Zusammenhang an die Wollknäuel: Sie waren ohne Zweifel top Köddel- und Wollproduzenten. Aber was tat der kleine Pupser mit so wertvollen Dingen? Das war vielleicht eine lasche Bearbeitung! Eigentlich hatte ich die Veredelung von Lutscherschuhwerk längst aufgegeben, …

Wilde Wattrennen

Plötzlich stand Emil vor der Tür. Natürlich hatte ich meinen Verlobten über das ganze Erziehungsgedöns mit Janni nicht vergessen. Im Gegenteil. Die Sehnsucht war groß. Riesengroß. Auch er schwörte mir, dass der Everschop auf ewig unser Liebesnest sein würde, und Störfaktoren wie die Wollknäuel von der Occupy-Bewegug oder Badesaisonlutscher das …

Rambazamba mit Rembetiko

Madame lebte gefährlich. Während die Super-Reporterin unverdrossen auf eine Herde von Pumas mit Pudelfrisur zulief, um diese Eiderstedter Besonderheit vor die Linse zu kriegen, gab ich in einem fort Warnungen ab. Doch außer mir schien das niemanden zu interessieren. Monsieur saß unbeteiligt in der Blechhöhle und döste vor sich hin. …

Blumen und Sünden

Der Fernsehauftritt stand an. Live. Wir schmissen uns in Schale, für mich gab‘s die rote Ich-bin-Zucker-Schleife. Madame kämmte mir und dem kleinen Pupser die Botanik aus dem Fell, und los! Denn die Fernsehlutscher warteten auf das Startsignal in meiner Lieblingslocation, dem Café von Bellas Rudel. Ihr erinnert euch? Der Espagneul …