Wo sind die Kraniche?

Das Spektiv steht, ist ausgerichtet, scharf gestellt und wartet auf die ersten Kranichgucker des Tages. Auf uns. Wir sind auf dem Festland, gegenüber von Zingst. Heidi und ihre Kollegin halten die Stellung auf diesem Bretterverschlag, dem Beobachtungsposten am Günzer See. Wenigstens ein Kranichpaar mit zwei Jungvögeln bekommen wir zu Gesicht …

Liebesrausch am Darß

Brunftarena – was für ein Wort. Als würden uns die Rothirsche am Darßer Ort hereinbitten und sagen: Kommt doch, die Show geht gleich los. Wir machen ein bisschen Musik und vielleicht gehen wir uns auch ans Leder. Aber nein, wir sind nur geduldet. Und bitte auf Abstand! Das Gute am …

Santa Maria, Madeira

Hier wohnt Funchal Tür an Tür mit dem Meer: Im Viertel Santa Maria, der Keimzelle von Madeiras Hauptstadt. Das Ur-Dorf, der Ort der Fischer. Liebling der Touristen, Ort der Künstler.

Die Wiederbelebung war erfolgreich, hier und da bröckelt noch der Putz von den Fassaden. Bunte Holzboote liegen zugedeckt in den Gassen, Angler stehen am Ufer, ein paar Kinder plantschen am Strand. Im nahen Kreuzfahrthafen tutet einer der schwimmenden Riesen.

Sonst nur Vogelgesang und das Klatschen des Wassers gegen das Felsgestein und Kies. In Santa Maria scheint Funchal den Rhythmus der Insel zu leben.

Schlickschweine unter sich

Filzpantoffeln. Ich war ja mal Profi für solche Dinge. Großes Kompliment in diesem Zusammenhang an die Wollknäuel: Sie waren ohne Zweifel top Köddel- und Wollproduzenten. Aber was tat der kleine Pupser mit so wertvollen Dingen? Das war vielleicht eine lasche Bearbeitung! Eigentlich hatte ich die Veredelung von Lutscherschuhwerk längst aufgegeben, …

Hart auf Kurs

Mit dem Kanu über die Neris nach Vilnius Flussabwärts paddelt es sich gemütlich, sollte man denken. Die Perspektive wechseln, Litauen vom Wasser aus entdecken. Also machen wir uns bereit für eine Tour über die Neris bis nach Vilnius. In der Schwimmweste fühle ich mich wie ein aufgeblasenes Reifenherstellermännchen, das Kanu …

Das schöne Dorf

Wir treffen Erik Ruus vor dem gelben Turm in Nordby (sprich: Norbü). Für einen Leuchtturm erscheint er uns zu klein, für einen Glockenturm zu allein. Doch Einwohner Erik erklärt, dass die dazugehörige Kirche außerhalb des Ortes steht und schon vor dem Turm dort war. Aber das ist eine andere Geschichte. …

Am Miradouro

Unterwegs auf Madeira. Serpentinen fahren, die wuchernde Botanik bewundern, Tunnel durchqueren, die die Insel wie einen Schweizer Käse durchlöchern. Und immer wieder das Meer.

Wer eines der unzähligen Schilder mit der Aufschrift „Miradouro“ entdeckt – unbedingt folgen! Denn die Aussichtspunkte der zu Recht sogenannten Blumeninsel sind meist spektakulär.

Ganz im Osten von Funchal liegt der Miradouro do Pináculo. Ein Abstecher lohnt sich zum Beispiel auf dem Weg nach Camacha, ins Dorf der Korbflechter. Oder weiter nordöstlich in Richtung Machico, wo viele zur Levada-Wanderung starten.

Wir sind am Miradouro angekommen. Atemberaubend. Durch die Blumenpergola der Aussichtsplattform schweift der Blick auf 283 Metern Höhe über den tiefblauen Atlantik bis hin zu den Ilhas Desertas – eine unbewohnte Inselgruppe, die zu Madeira gehört.

Brot und Wein

Mit dem Anwesen hat Stig Hedeboe einen echten Glücksgriff getan. Die ältesten Teile der vierflügligen Hofanlage in Alstrup stammen aus dem 18. Jahrhundert, ringsherum grünt und blüht es. Typisch Samsø eben. Man kommt an und fühlt sich wohl. Hyggelig nennen die Dänen das bekannterweise. Alles ist nett anzusehen und strahlt …

Pool mit Aussicht

Schönheit im Atlantik: Die Insel Madeira liegt näher an Afrika, gehört aber zu Europa, zu Portugal. Steilabfallende Küsten und Gebirgszüge sowie eine reichhaltige Fauna bei subtropischem Klima sorgen dafür, dass Madeira bei Naturliebhabern und Wanderern hoch im Kurs steht.

Klassische Badeurlauber zieht es aufgrund der raren Strände weniger auf die Insel. Auch wir sind zum Wandern an den Levadas, zu einem ersten Kennenlernen der Insel und zum Genießen gekommen.

Natürlich wollen die Madeirer auch mal schwimmen – doch wie geht das an steilen Küsten? Daher legten sie an verschiedenen Stellen Meerwasserschwimmbäder an – wie hier in Porto da Cruz. Ein phänomenaler Ausblick auf diesen Teil der Nordküste ist inklusive.

Die Kunst des Stickens

Beeilen? Nicht möglich. Nicht bei dieser Art von Arbeit. Gebannt schauen wir den Stickerinnen von Madeira auf die geschickten Hände. Sandra Barreto führt uns durch den Traditionsbetrieb in Funchal, den ihre Eltern vor mehr als 30 Jahren erwarben. Gestickt wurde auf der Atlantikinsel quasi seit der dauerhaften Besiedlung im 15. …