Genuss

Himbeersahne

Im Frühjahr sprießt bei uns zuallererst der Rhabarber aus dem guten Marschboden. Im Mai freuen wir uns wie die Kinder, dann gibt es traditionell den ersten Crumble des Gartenjahres mit Rhabarber. Und ich finde, nirgendwo ist dieser so gut aufgehoben wie im Crumble. Danach wachsen und gedeihen die Erdbeeren und Johannisbeeren. Zur Zeit stehen sie noch in voller Blüte.

Kuchentechnisch muss man darauf nicht warten. Und da meine Neuentdeckung in Sachen flottes, unkompliziertes Backen der Biskuitboden ist, greife ich für den Belag gerne auf Eingefrorenes zurück, entweder Himbeeren oder Heidelbeeren. So entstand meine erste Himbeersahne aus der Not heraus, denn die eingefrorenen Früchte waren ursprünglich für Marmelade geplant.

Erdbeerblüten
Den Erdbeeren beim Wachsen zusehen.

Ich warte nicht, bis die Himbeeren komplett aufgetaut sind. Schon der leicht krosse und kühle Geschmack der Beeren vermischt mit Sahne ist so lecker wie ein Eisparfait. Nun noch eine windstille Ecke im Garten suchen und die kleine Kaffeepause genießen.

Zutaten und Zubereitung

Den Backofen bei Umluft auf 175 Grad vorheizen. Ich nehme drei Eier unserer scheinbar glücklichen und sehr produktiven Hennen. Das Eiweiß trennen und steif schlagen. Anschließend mit dem Eigelb, 125 Gramm Rübenzucker, 75 Gramm Mehl, 50 Gramm Kartoffelmehl und einem halben Teelöffel Backpulver verrühren. Eine Springform mit Sonnenblumenöl einfetten, mit Mehl bestreuen und den flüssig-cremigen Teig hineingeben.

Himbeersahne
Die beste Kombi

Zehn Minuten in den Backofen, das reicht bei unserem Herd mit den angegebenen Temperatureinstellungen völlig. Der Biskuitboden sollte nicht anbräunen. Ist er durch, aber noch hell, schmeckt er ausgesprochen fluffig. Den warmen Biskuitboden vorsichtig aus der Form lösen und zum Auskühlen auf den Backofenrost legen. 200 bis 250 Milliliter Sahne steif schlagen und die an- oder aufgetauten 300 Gramm Himbeeren unterrühren. Eventuell vorher ein paar intakte Himbeeren als Deko aussortieren. Himbeersahne auf dem Biskuitboden verteilen – fertig!

Mohltied, lasst es euch schmecken!

P.S.: Rübenzucker und Mehl stammen aus dem neuen Unverpackt-Laden aus Husum, der sogar sämtliche Produkte in Bio-Qualität anbietet. Zwar ist es noch etwas ungewohnt, mit diversen Glasbehältern in der Tasche aus dem Haus zu gehen, aber ich freue mich sehr, dass die Neuzeit auch bei uns angekommen ist. Aber auf das Thema Plastikvermeidung wegen Vermüllung des Planeten werde ich demnächst noch ausführlicher zurückkommen.

P.P.S.: Was Milchprodukte angeht, gibt es eine Hofliste der Welttierschutzgesellschaft e.V. für mutter- oder ammengebundene Kälberaufzucht, falls euch das interessiert. Hier ist auch vermerkt, an wen die Milch geliefert wird.

Autor

Meerbloggerin, Buchautorin und Journalistin. Hat Kunstgeschichte u.a. in Rom studiert, als Redakteurin bei Burda gearbeitet, aber die meiste Zeit als freie Reisejournalistin. Aktuell lebt die Rheinländerin an der Nordsee, bloggt und schreibt an den nächsten Büchern.

4 Kommentare Neues Kommentar hinzufügen

  1. Avatar Michaela sagt:

    Mmmmh… ich glaube das werde ich ganz bald mal probieren! Aber jetzt werde ich erstmal meinen Rhabarberkuchen essen ;-)

    Vielen Dank auch für den Link zu den Milchprodukten! Ein Thema über das ich in letzter Zeit öfter nachgedacht habe.

    1. Avatar Elke Weiler sagt:

      Sehr gerne, liebe Michaela! Es gibt auf der Seite auch ein Interview mit einer praktizierenden Milchwirtin. Dir noch einen schönen Sonntag und guten Appetit! Rhabarber, hmmmm! Liebe Grüße, Elke

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