Himmel im Sand

Eigentlich wollte ich heute den ersten Island-Artikel schreiben, doch das Wetter ist zu schön, der Strand zu nah, und die Hunde zu glücklich in St. Peter-Ording. Also kosten wir die letzten Tage aus, bevor zu Ostern die Saison startet.

Doch wir sind nicht die Einzigen, die so gedacht haben, die von den frühlingshaften Temperaturen an die Wasserkante gelockt wurden. Und doch – in der Weite, die bis zum Horizont reicht, verteilen sich Mensch und Tier. Die Ersten haben sich in den Sand gehockt – ein eindeutiges Zeichen für Frühling.

In der Mitte der Wüste glitzert ein riesengroßer Spiegel. Als würden wir auf seiner Oberfläche wandeln können, die nicht Wasser, nicht Sand, sondern Himmel ist. Sogar die Sonne spiegelt ihr Antlitz gleich neben der Muschel. Der Wind hat eine Atempause eingelegt, und die Algen schreiben eine Botschaft in den Sand, die keiner lesen kann.

Sankt Peter ist einfach schön

In der Brandung planschen, dass es nur so spritzt. Eine Insel zu viert besetzen, und der Flut beim Auflaufen zuschauen. Losrennen, hüpfen, in den Pfützen das Wasser aufwühlen. Und am liebsten würde ich mich wie die Hunde im Sand wälzen.

P.S.: Derselbe Sand bildet inzwischen Dünen im Haus. Tricky!
P.P.S: Alles Handyfotos, da das Ganze eine spontane Aktion war!

Text und Fotos: Elke Weiler

Nach Schweden auswandern

In einem Land wie Schweden zu leben, ist für viele ein Traum. Auch mir könnte das gefallen. Also habe ich Heike vom Schwedenblog „Björklunda“ gefragt, wie es sich anfühlt. 1. Was war der Grund für dich und deine Familie, nach Schweden zu ziehen? Eine gute Frage. Für uns lagen die …

Verwirrt in Neukölln

Endstation Hermannstraße. Im seltenen Fall eines Druckverlustes… Ich schrecke hoch. Wie kann man am helllichten Tag und mit offenen Augen schlafen? Und wo fährt eine U-Bahn hin, wenn sie ihre letzte Station erreicht hat? Wieder zurück vermutlich, hin und her, bis zum letzten Mal. Ich werde es heute nicht mehr …

Kokosnüsse auf Koh Kood

Einige Passagiere jauchzen im Fahrtwind, während wir im Speedboat über den Golf von Thailand brettern. Links und rechts grüne Hügel, Palmen, die aus dem Wasser wachsen – die Region Trat im Osten des Landes ist reich an Inseln. Der perfekte Tag, die Sonne lacht und dazu dieses leuchtende Blau des …

Im Winter nach Island

Jahr für Jahr zur ITB nach Berlin zu fahren und auf der weltweit größten Reisemesse Bekannte, Kollegen und Kooperationspartner zu treffen, kommt schon fast einem Familientreffen gleich. Ich freue mich darauf und gleichzeitig weiß ich, wie stressig die Messetage sein werden.Jedes Jahr wohne ich in einem anderen Viertel von Berlin …

Der Rhythmus von Essaouira

Der Esel schaut nicht gerade begeistert aus der Wäsche. Auch ich fühle mich eher unwohl mit den Zügeln in der Hand. Was aber nicht am Esel liegt, sondern an den Überredungskünsten seines Halters. Ein Foto-Shooting mit Blick auf Essaouira. Wir sind von Marrakesch durch die Ebene von Souss gefahren, haben …

Einer für alle

Manchmal kam es knüppeldick, wie meine Sonne zu sagen pflegte, wenn etwas schief lief. Speziell mich hatte sie dabei oft in Verdacht. Als ob Julchen je unter mir zu leiden hätte! Artig und putzig, wie ich war. Ein Musterrüde sozusagen. Aber manchmal kam es selbst für einen sanftmütigen Foodblogger knüppeldick.

Es war einmal in New Mexico

Galisteo, wer kennt schon Galisteo. Steven Spielberg hat hier mal ein Stück Kulisse für seine Serie „Into the West“ aufgebaut. Die Tipis passten optimal in die weizengoldfarbene weite Prärielandschaft. Da wundert es niemanden, dass Galisteo zu prähispanischen Zeiten einmal ein lebhaftes Indianer-Pueblo war.

Heute suchen viele die Ruhe und Einsamkeit in Galisteo. Das 200-Seelen-Dorf wirkt so verschlafen wie viele Ortschaften der Gegend. Mit ein paar Adobe-Häusern, Reitern, bellenden Hunden und wilden Kaninchen. Genau der richtige Mix, um blasse New Yorker für einen Urlaub in die Natur zu ziehen.

Auf dem Rücken der Pferde das Land zu erkunden oder im Pick-up über den Highway düsen. Und plötzlich taucht eine grasende Büffelherde vor den Berghängen auf. New Mexico erscheint so fern, so filmisch und surreal und doch so vertraut und wirklich.

Es ist das Land von 22 Indianerstämmen, darunter die Pueblos. Es ist das Land der Kreativen und der Hippies. Bekannte Orte wie Santa Fe und Taos wirken wie aus dem Ei gepellt mit ihrer schicken Adobe-Architektur. Und über allem hängt der Duft grünen Chilis, den man in New Mexico nach eigenen Angaben bereits zum Frühstück isst.

Text und Fotos: Elke Weiler

Aus der Reihe: Archivgeschichten

Ich war vor einigen Jahren auf Einladung von New Mexico dort. Vor allem die Pueblo-Kultur hat mich fasziniert. Ich liebe Adobe-Architektur und die ebenso lebendigen wie poetischen Begriffe und Namen der Ureinwohner wie „Morning Talk“ für jenen Shop. Doch viel war nicht los, an jenem Tag, als ich Taos Pueblo besuchte, das als älteste Siedlung der USA gilt, die ständig bewohnt war. Es ist wunderschön. Nicht ohne jene Tristesse, wenn der Wind über den lehmfarbenen Boden pustet, auf dem das Leben einst blühte. Und der Hund mit jenem traurigen Blick in die Ferne schaut. Seit über 1000 Jahren ist Taos Pueblo bewohnt, auch wenn es an diesem Tag etwas verlassen wirkte.

Der Wald ohne Schatten

Quito war voller Leben, voller Musik. Ich vermisste es schon auf den ersten Kilometern. Wir waren auf dem Weg nach Mashpi, und vier Stunden später öffnete sich das Tor von Fort Knox, wie die Kalifornier scherzhaft sagten. Um uns herum dichte Vegetation, der Weg ist voller Schlammlöcher, direkt neben der …