Trio infernale

Chachaputi! Angeblich ein Begriff aus einem verschollenen Inka-Dialekt, der soviel bedeutete wie Sonne im Herzen und Hummeln im Hintern. Für mich war es der abgefahrenste aller Namen, den Madame für mich oder die Rennplüsche produziert hatte. Meistens nannte sie mich einfach nur Chacha, doch ich wusste nicht, ob damit der …

Zeit für Bratkartoffeln

Überall roch es nach Bratkartoffeln. Darum liebte ich mein Land so! Auch wenn es manchmal verdammt stürmisch war, und ich überhaupt keine Lust auf den Dockkoog hatte. Wenn es derart pfiff, flog man auf der Landzunge fast weg. Und mein Plüsch tanzte Rock‘n Roll. Außerdem hatte ich dort letztens eine …

Nasse Wüste

Mein heißgeliebtes St. Buddel! Endlich waren wir wieder da. Nicht nur wegen der wüstenähnlichen Zustände war ich glücklich. Da Popeyes Flaschenpost nicht wie erwartet in Schobüll aufgetaucht war (ich berichtete), musste sie in St. Buddel hängengeblieben sein. Das hätte wetter- und windbezogen Sinn gemacht. Denn sogar Seehunde strandeten neuerdings auf …

Wattwunder

Das Meer, eine Pfütze. Jetzt, da ich es so dringend brauchte! Ich erwartete nämlich eine Flaschenpost von Popeye (sprich: pop‘eje). Wir hatten Tango auf der Pellwormer Fähre getanzt, und ich verliebte mich in den Schönling mit Glutaugen und perfekten Ringellocken. (Ich berichtete.) Folglich war klar wie Kloßbrühe, dass ein zweifelsohne …

Pellwormer Tango

Wer glaubt schon an Zufälle? Auf meiner ersten Reise übers Meer lernte ich ausgerechnet einen Seemann kennen. Popeye (sprich: pop’eje). Der drei Jahre junge Beau hatte beeindruckende Ohren – bis fast auf den Boden. Sein Fell glänzte seidig-schwarz, und ich war verzaubert von der Perfektion seiner Ringellocken, die links und rechts …

Seemannsgarn

Auf der Schiffbrückstraße döste ich vor mich hin, als ein Schiffshorn drei Mal tutete. Piraten? Die Rum-Lieferung? Wir waren nah am Hafen. Eigentlich wollte ich für diese diffizile Mission meinen Freund Buddy als Bodyguard engagieren. Noch am Morgen hatte ich ihn getroffen. Doch da beschlich mich das ungute Gefühl, dass …

Lüttmoor-Glamour

Klick. Klick. Klick. Die Fotoapparate surrten, ich badete im Blitzlichtgewitter. Hollywood?! Artig plumpste ich auf die Hinterbacken, blickte naturbelassen aber mit Schärfentiefe in die Kameras. „Du hast so schöne Augen! So hell!“, meinte mein neuer Fanclub unisono. Sowas passiert nur in Lüttmoorsiel. Ich verschwieg, dass ich frisch vom Friseur kam. …

Schafstrubel

Als eingefleischte Nordfriesin bin ich ein Hallig-Fan. Zwar hatte ich noch nie eine dieser Spezies aus nächster Nähe gesehen, aber von weitem schon. Blickte man aufs Meer, schwebte immer irgendetwas über dem Wasser. Ganze Dichterhorden hatten sich mit diesem Phänomen befasst! Was jede Nordfriesin und auch die Männer schon mit …

Küste kulinarisch

Das Leben, ein Kommen und Gehen. Grandmadame war weg, die Sonne wieder da und Monsieur auch. Dann war aber blöderweise Madame weg. Himmelschafundmeer, nie hatte man sein Rudel vollständig! Doch jedes Wiedersehen kam einem Fest gleich. Jedes verrückte Mal freute ich mich wie ein Flummi. Vielleicht können Flummis sich nicht …

Schietwetter

Die Postbotin, die ich nie gebührend begrüßen durfte, brachte einen enormen Koffer. Angeblich sollte ich ihr wegen einer Allergie nicht zu nahe kommen. Doch ich sah ihr an, wie niedlich, knuffig, putzig sie mich fand. Es musste hart für allergische Botenfrauen sein! Der Kleiderschrankkoffer roch verdächtig nach Grandmadame: Dem Umfang …