Sommer an der Ill

Ein Tag in Straßburg Wenn ich Lust verspüre auf die leckerste Tarte flambée der Welt, dann ist es soweit: akute Straßburg-Sehnsucht. Fast hätte ich dort mal gelebt. Stattdessen blieb ich auf der anderen Rheinseite hängen: ein Job in Offenburg. Aber viele pendeln Tag für Tag über den großen Fluss – …

Fish & Chips

Raus aus der Stadt. Etwa 30 Minuten vom Dublin entfernt ist es soweit. Tief durchatmen. Die Irische See. Vielleicht ist Malahide nicht der spektakulärste Ort an der irischen Küste, vielleicht ist der Himmel zu grau. Und vielleicht hätten wir lieber die S-Bahn, den sogenannten DART, in die andere, die südliche …

Frühstück in Haus 8

Ein Zelt in Kopenhagen. Inmitten eines computerdesignten Wohnblocks unserer Tage richtet eine Mutter mit ihrer Tochter ein Drei-Mann-Zelt auf. Dann erfüllen die gestapelten Grünflächen im Zentrum des Innenhofs also ihre Funktion. Ein Stück weiter strömen die bereits erwachten Bewohner des Blocks in ein schickes Café, untere Ebene, wo sie ihr …

Das wilde Küstenleben

Im Nordfriesland Museum Nissenhaus Husum Rungholt. Es klingt nicht nach dem typischen Ortsnamen in Nordfriesland. Es klingt nach einer dramatischen Geschichte, nach einem Mythos. Doch war Rungholt ein sogenanntes Kirchspiel auf dem untergegangenen Strand, eine mit dem Festland verbundene Marschinsel. Eine lebendige kleine Hafenstadt, die vom Handel lebte. Irgendwo zwischen …

Seifenblasen über Dublin

„Sage einer Weide nie deine Geheimnisse. Irgendwann wird sie zu einer Harfe und erzählt der ganzen Welt davon.“ Eine sympathische Vorstellung, die die einzige Nation mit einem Musikinstrument auf der Euromünze von eben diesem hat. Eine Vorstellung, die Fantasien weckt. Nicht nur in Irland. Beim nächsten Mal werde ich einem …

Die Musik des Kaffees

„Soft rain“ nennen die Dubliner den üblichen Nieselregen. Für einen Schirm reicht das kaum, diese Art von feuchter Luft. Ich halte mein Gesicht dem Himmel entgegen, die Haut wird bestimmt ganz soft in Irland. Als es dann doch stärker plätschert, fällt mir das Bewley‘s ein. Ich bin nämlich gerade auf …

Und abends in Portugal

Es klingt wie „Purtugalll alé!“ – der Sound des Viertels hinter den Landungsbrücken, der Song der Ditmar-Koel-Straße. Kein Fado, zumindest nicht an diesem Abend. Passend dazu: Rotgrün allerorten, die Fußballfarben im sogenannten Portugiesenviertel von Hamburg. Unschlüssig laufen wir an den Restaurants vorbei, darunter auch viele spanische und italienische. Aber heute …

Shikumen und Cappuccino

Rings um Xintiandi (sprich: schintindi) brodelt der Verkehr der 23-Millionen-Metropole Shanghai. Plötzlich fühle ich mich davon abgeschnitten, wie von einem Werbefilm, der den Krimi unterbricht. Ich schreite durch einen Komplex mit niedrigen Backsteinhäusern, Bäumen und engen Gassen, eine Art künstliche Oase im Großstadtdschungel. Alles ist fein säuberlich aufgereiht und herausgeputzt. …