Der Wald

Als Kind ging ich manchmal mit meinem Vater im Wald joggen, auf dem Hohen Busch. Wie der Name unschwer erkennen lässt, handelt es sich dabei um einen Höhenzug am sonst flachen Niederrhein. Auch wenn mir an der Stadt nichts mehr liegt, denke ich gerne zurück an den Wald. Mir gefiel …

Küstenliebe

Wir sitzen in einem Café auf Stelzen und schauen aufs Meer, das in der Sonne funkelt und glitzert. Es ist einer dieser Momente, in denen ich an keinem anderen Ort der Welt sein möchte. In dem ich wieder weiß, warum ich hier wohne und nirgendwo anders. Warum es sich lohnt. …

Einer für alle

Manchmal kam es knüppeldick, wie meine Sonne zu sagen pflegte, wenn etwas schief lief. Speziell mich hatte sie dabei oft in Verdacht. Als ob Julchen je unter mir zu leiden hätte! Artig und putzig, wie ich war. Ein Musterrüde sozusagen. Aber manchmal kam es selbst für einen sanftmütigen Foodblogger knüppeldick.

Wintertage

Wenn sich das Wetter nicht an die Vorhersage der App hält, wenn es ein paar Kilometer weiter ganz anders als zu Hause ist, dann bist du in Nordfriesland. Und der Winter in Nordfriesland ist dann schön, wenn es nicht zwei Wochen am Stück regnet. Wenn sich der nächtliche Frost wie ein weißes Kleid über die flache Landschaft legt.

Echte Wintertage. Wenn es endlich ein bisschen schneit. Heute war ich am Strand, um den Schnee von gestern einzufangen. Bei vier Grad plus und Sonne sind seine Überlebenschancen gering. Den Rest fressen die Hunde oder sie wälzen sich vor Freude darin.

Text und Fotos: Elke Weiler

Sieben Grad und Sonne

Als wir vor fünf Jahren von Düsseldorf an die Nordsee zogen, gab es nur einen einzigen Grund: der gigantische Strand von Sankt Peter-Ording. Die fatale Kombination von Wüste und Meer inspiriert, ist Balsam für die Seele, wirkt Wunder in Sachen Tiefenentspannung. Inzwischen ist die Zahl der guten Gründe gewachsen. Auch die Schafe auf den Fennen, die geschwungenen Gründeich der Halbinsel Eiderstedt, der kleine Hafen am Siel, die ausgeschlafenen Leute, der Humor an der Küste, die Cafés mit ihrer hohen Kuchenkompetenz, die immerzu gute Luft, der Geschmack von Queller und vieles mehr.

Am liebsten ist mir der Sommer an der Nordsee, und das nicht nur, weil ich gerne schwimme. Ich mag es, wenn sich das Leben wieder nach außen verlagert. Auf die „Tote Tante“ bei Schietwetter pfeife ich. Und der Wind? Manchmal lädt er dich mit Energie auf, manchmal nimmt er sie dir.

Doch der Winter hat mindestens einen unschlagbaren Vorteil: Unser 12 Kilometer langer Hausstrand ist fast menschenleer und wirkt unendlich. Es kostet jetzt keinen Eintritt. Paradiesische Ruhe. Nur das Tosen des Meeres haben wir schon hinter den Dünen gehört.

Text und Fotos: Elke Weiler

Von Drachen, Burgen, Sandverwehungen

Nordfriesland hat diese wüstenartigen Sandstrände wie in Sankt Peter oder auf Amrum. Es hat die Deiche und grünen Strände, die Inseln, Halbinseln und Halligen. Das Watt.

Am Wochenende war ich an zwei Orten: auf der Insel Nordstrand, die fast zur Halbinsel verlandet ist, denn Meer und Mensch verändern alles. Und in Sankt Peter-Ording, wo zur Zeit der Kite Surf World Cup ausgetragen wird.

Einen Tag bei spiegelglatter, einen Tag bei bewegter See. Der Strand von SPO ist so weit, dass wir von den Kitesurfern kaum etwas gemerkt haben, außer einem Schwarm von Drachen, bewegte bunte Punkte am Himmel.

Glücklich und ganzkörperpaniert vom Wind, der mit dem Sand gespielt hat, sind wir wieder nach Hause gefahren. Nur, um noch einmal kurz an meiner Lieblingsbadestelle in die Nordsee zu springen. Einfach auf dem Rücken im Wasser schweben und in den Himmel schauen.

Text und Fotos: Elke Weiler

Novembertage

In Sankt Peter-Bad Der Beagle rast über die Salzwiesen. Hin und her, aufgeregt kläffend, vermutlich genarrt von einem Hasen. Sehr zum Ärger von Frauchen, das nun von der Strandbrücke hinab klettern muss, um den Hund auf verbotenem Terrain wieder einzusammeln. Ich laufe weiter, für einen Samstagmorgen bei diesigem Novemberwetter ist …

Beaching in Böhl

Einen ganzen Tag lang von Eis leben? Heute ist so ein Tag. Im Radio sagen sie, das Thermometer steigt auf 28 Grad in Schleswig-Holstein – außer an den Küsten. „Und 40 im Auto“, ergänze ich. Wir schauen uns an. „Eis!“ Am Strand! Doch zwischen Tating und Ording geht plötzlich nichts …