Himmel im Sand

Eigentlich wollte ich heute den ersten Island-Artikel schreiben, doch das Wetter ist zu schön, der Strand zu nah, und die Hunde zu glücklich in St. Peter-Ording. Also kosten wir die letzten Tage aus, bevor zu Ostern die Saison startet.

Doch wir sind nicht die Einzigen, die so gedacht haben, die von den frühlingshaften Temperaturen an die Wasserkante gelockt wurden. Und doch – in der Weite, die bis zum Horizont reicht, verteilen sich Mensch und Tier. Die Ersten haben sich in den Sand gehockt – ein eindeutiges Zeichen für Frühling.

In der Mitte der Wüste glitzert ein riesengroßer Spiegel. Als würden wir auf seiner Oberfläche wandeln können, die nicht Wasser, nicht Sand, sondern Himmel ist. Sogar die Sonne spiegelt ihr Antlitz gleich neben der Muschel. Der Wind hat eine Atempause eingelegt, und die Algen schreiben eine Botschaft in den Sand, die keiner lesen kann.

Sankt Peter ist einfach schön

In der Brandung planschen, dass es nur so spritzt. Eine Insel zu viert besetzen, und der Flut beim Auflaufen zuschauen. Losrennen, hüpfen, in den Pfützen das Wasser aufwühlen. Und am liebsten würde ich mich wie die Hunde im Sand wälzen.

P.S.: Derselbe Sand bildet inzwischen Dünen im Haus. Tricky!
P.P.S: Alles Handyfotos, da das Ganze eine spontane Aktion war!

Text und Fotos: Elke Weiler

Einer für alle

Manchmal kam es knüppeldick, wie meine Sonne zu sagen pflegte, wenn etwas schief lief. Speziell mich hatte sie dabei oft in Verdacht. Als ob Julchen je unter mir zu leiden hätte! Artig und putzig, wie ich war. Ein Musterrüde sozusagen. Aber manchmal kam es selbst für einen sanftmütigen Foodblogger knüppeldick.

Sieben Grad und Sonne

Als wir vor fünf Jahren von Düsseldorf an die Nordsee zogen, gab es nur einen einzigen Grund: der gigantische Strand von Sankt Peter-Ording. Die fatale Kombination von Wüste und Meer inspiriert, ist Balsam für die Seele, wirkt Wunder in Sachen Tiefenentspannung. Inzwischen ist die Zahl der guten Gründe gewachsen. Auch die Schafe auf den Fennen, die geschwungenen Gründeich der Halbinsel Eiderstedt, der kleine Hafen am Siel, die ausgeschlafenen Leute, der Humor an der Küste, die Cafés mit ihrer hohen Kuchenkompetenz, die immerzu gute Luft, der Geschmack von Queller und vieles mehr.

Am liebsten ist mir der Sommer an der Nordsee, und das nicht nur, weil ich gerne schwimme. Ich mag es, wenn sich das Leben wieder nach außen verlagert. Auf die „Tote Tante“ bei Schietwetter pfeife ich. Und der Wind? Manchmal lädt er dich mit Energie auf, manchmal nimmt er sie dir.

Doch der Winter hat mindestens einen unschlagbaren Vorteil: Unser 12 Kilometer langer Hausstrand ist fast menschenleer und wirkt unendlich. Es kostet jetzt keinen Eintritt. Paradiesische Ruhe. Nur das Tosen des Meeres haben wir schon hinter den Dünen gehört.

Text und Fotos: Elke Weiler

Herbst an der Küste

Nordfriesland wirkt in diesen Herbsttagen fast verlassen, hat man die Scharen der Badegäste des skandinavischen Wundersommers vor Augen. Aber gerade die Leere am Strand hat ihren Reiz. Wie sie seine Unendlichkeit betont. Ein vereinzelter Kitesurfer im Wasser, ein rasant fahrender Kutter direkt vor der Küste, eine Familie, die vor den Dünen picknickt.

Das goldene Licht wirkt wie ein Weichzeichner, der Herbst als Künstler wäre Impressionist. In dieser Einfachheit werden die Details wichtiger, die Fußabdrücke, die Muscheln, das Strandgut. Die letzten Spuren der Springflut, die den ganzen Strand von Sankt Peter-Ording geschluckt hatte.

Text und Fotos: Elke Weiler

Fluffig in den Herbst

Ein satter Plumps, und mein Astralkörper landete im kühlen Gras. Julchen wollte spielen, und wenn sie spielen wollte, musste man rennen, jagen, tanzen, knutschen und knuffeln. Natürlich setzte sie ihre berühmte Shiatsu-Massage-Technik ein, und ich liebte es, wenn sie auf mir herumhopste. Eigentlich war Julischka die ideale Frau für mich. …

Von Dünen und Strandhafer

Ich liebe die Weite, das Meer und die Dünen am Strand von St. Peter-Ording. Das Licht, die Wolken, den Wind. Die Tage, wenn Sand und Strandhafer wie gestreichelt wirken.

Der größte Teil des Dünengebiets ist aus Küstenschutzgründen abgesperrt und für die Brutvögel reserviert. Doch im Norden des 12 Kilometer langen Strands können auch Spaziergänger die Dünen erkunden.

Das ist die schönste Stelle. Hier robben Kinder wie Erwachsene durch den Sand, geschützt von den runden Hügeln. Oder sitzen exponiert, mit Blick zum Meer, wo die Kitesurfer aktiv sind.

Text und Fotos: Elke Weiler

Der Beardie Boogie

Aufgeregt kam Janni angehoppelt: Madame wurde von einer Riesenschaufel angegriffen! Nicht so eine von diesen Plastikdingern, wie Titis sie am Strand als Hilfsmittel zum Buddeln verwendeten. Nein, ein schepperndes Monstrum! Ich schnaubte verächtlich ob der Panik unseres jüngsten Rudelmitglieds. Er war eben immer noch grün hinter den Plüschlöffeln. Für alle …

Was macht Luis eigentlich?

Länger nichts mehr von Luis gehört? Ich auch nicht. Die letzte Nachricht kam vor zwei Tagen. Unser Beachblogger hält sich, wen wundert es, an irgendeinem Strand auf. Wo genau, weiß man nicht. Wann das Schaf zurückkommt? Sagt es nicht.

Aber Luis sendet schöne Grüße an alle!