Nordfriesland Nordsee Slow Life

Eine frische Brise

Am Strand

Werbung | Ab und zu fragen die Leute, was mich dazu bewegt habe, an die Küste zu ziehen. Und ob ich wieder zurück nach Düsseldorf gehen würde. Vermutlich nicht. Düsseldorf ist eine wunderbare Stadt, ich liebe sie. Doch habe ich mich an das Landleben gewöhnt und bewege mich wie ein Zombie, sobald ich urbane Hektik spüre. Wobei ich dazu sagen muss, dass die rheinländische Metropole – ausgenommen im Straßenverkehr – keine hektische Stadt ist.

Doch die Luft am Meer ist durch nichts zu ersetzen. Der Minimalismus an der Nordseeküste. Die Weite. Lange Zeit bin ich lieber gen Süden in den Urlaub gefahren. Am liebsten nach Italien. Durch Zufall sah ich eine TV-Sendung über eine Wattwanderung und landete prompt in Sankt Peter-Ording, zwei Mal hintereinander. Wer nach einer Unterkunft sucht, wird zum Beispiel bei Voyage Privé fündig.

Slow life an der Küste

Nun ist mein Nordsee-Urlaub zum Alltag am Meer geworden. Bei Bedarf kann ich jederzeit die wüstenartige Weite am Strand genießen. Doch da ist noch so viel mehr. Die Deiche, die Häfen, die Kutter, die Leuchttürme, die Schafe. Der immense Himmel, surfende Wolkengebilde. Auf dem Deich zu stehen, in die Ferne zu blicken. Die Landschaft, die sich im Licht ständig ändert.

Nordsee ist… die Fähre auf dem Weg von Nordstrand nach Pellworm. Die Halligen Südfall und Süderoog. Die Krabbenkutter, sobald die Saison wieder beginnt. Fernweh zu bekommen, heißt hier, das nächste Schiff zu nehmen und auf eine Insel überzusetzen: Föhr, Amrum, Pellworm, Sylt. Einmal mit der Lore auf eine Hallig wie Oland oder Nordstrandischmoor zu fahren und eine Zeit lang das Halligleben zu schmecken.

Der Geruch des Meeres ist hier noch intensiver.

Text und Foto: Elke Weiler

Dieser Artikel entstand in Kooperation mit Voyage Privé.

Autor

Meerbloggerin, Buchautorin und Journalistin. Hat Kunstgeschichte u.a. in Rom studiert, als Redakteurin bei Burda gearbeitet, aber die meiste Zeit als freie Reisejournalistin. Aktuell lebt die Rheinländerin an der Nordsee, bloggt und schreibt an den nächsten Büchern.

8 Kommentare Neues Kommentar hinzufügen

  1. Avatar Kai sagt:

    Hi, Ex-Rheinländerin,
    irgendwie nun doch eine waschechte Norddeutsche, oder? :-)

    Wo in Düsseldorf hast Du gelebt? Ich habe gleich nach meiner Ausbildung in Angermund gelebt und von dort u.a. bei der Fertigstellung des neuen Landtages mitgearbeitet. Bin den Fraktionen sozusagen auch aufs Dach gestiegen, eh sie dort eingezogen sind.
    Würde gern mal wieder dorthin. War ja immerhin mein erstes selbständiges Leben, weit fern meiner damaligen Heimat.
    Aber irgendwie bin ich dann doch wie ein Kompass- immer gen Norden ausgerichtet. Da bin ich aber wohl nicht der Einzige:-)
    Ein schönes und erlebnisreiches Wochenende
    Kai

    1. Avatar Elke Weiler sagt:

      Moin, Kai!

      Das ist ja lustig! Ich finde Düssi ja eine gemütliche Stadt. Angermund ist schon fast Duisburg. :-) Und bestimmt sehr ruhig! Am Rhein hast du gearbeitet, wie schön. Ich habe in Bilk, Pempelfort, in der Carlstadt und zuletzt in der Altstadt gewohnt, in Oberkassel und Unterrath gearbeitet, aber meistens von zu Hause. Unterbilk mag ich gerne. Und Radtouren am Rhein nach Kappes-Hamm. :-)
      Dir auch ein wunderbares Wochenende!
      Liebe Grüße, Elke

  2. Mich zieht es auch immer in den Norden. Schliesslich bin ich in Hamburg geboren und mit Elbwasser getauft. :-) Wir haben mal ein paar Jahre in Stuttgart gelebt, aber – sorry liebe Stuttgarter, nicht böse sein – das war nichts für meine Eltern und mich. Göttingen, wo ich schon seit längerer Zeit lebe, gehört zumindest vom Menschenschlag her doch noch zum Norden und der nicht allzuweit entfernte Harz ist auch sehr schön. Aber meine Dosis Meer brauche ich regelmäßig, wobei es mich allerdings eher an die Ostsee zieht. Ich könnte mir gut vorstellen, später mal nach Lübeck oder Stralsund zu ziehen.

    1. Avatar Elke Weiler sagt:

      Lübeck und Stralsund sind beides schöne Städte. Aber ich habe nun das Landleben so zu schätzen gelernt, dass ich es nicht mehr eintauschen möchte. Auch wenn ich an manchen Tagen schnuckelige Programmkinos und andere urbane Annehmlichkeiten vermisse. Habe mal zwei Jahre in Tübingen und zweieinhalb Jahre bei Offenburg gelebt. Hübsche Gegend, aber auch nicht so meins. Mein Highlight war immer, mit der Ente nach Strasbourg zu düsen. Der Rhein! :-) Liebe Grüße nach Göttingen!

      1. Landleben hat schon seine Vorteile. Aber man braucht ein Auto, um doch mal zum Einkaufen in die Stadt zu kommen, und ich fahre nicht gern Auto (außer als Beifahrer, aber das wird als Single ein bischen schwierig). Eine hübsche, nicht zu große Stadt mit guter Anbindung an den öffentlichen Verkehr ist die beste Lösung.

        Wenn Schweden nicht so teuer wäre, könnte ich auch dorthin zurückkehren. Oder nach Schottland, meiner anderen großen Liebe, aber wer weiss, ob man da nach dem Brexit noch deutsche Rente beziehen kann. Naja, für die nächsten Jahre bleibt es eh bei Göttingen und Reisen ans Meer.

        1. Avatar Elke Weiler sagt:

          Wenn es nach den Schotten ginge, könntest du es auf jeden Fall. ;-) Am Thema Mobilität arbeiten wir hier auf der Halbinsel, da gibt es viel zu tun. Gerade war ich überrascht, von einem idyllischen kleinen Ort in Nordnorwegen zu erfahren, dass dort die wenigsten ein Auto haben. Man kommt mit Bus oder Bahn in die nächstgrößere Stadt, bewegt sich im Sommer mit dem Rad und im Winter mit dem Tretschlitten. Ich würde sagen: ideale Zustände. :-)

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