Sommer mit Schwalben

Als ich die Terrassentür am Morgen öffne, sitzen sie schon da. Von einem höheren Zweig schauen sie auf mich herab. Vermutlich, um mir zu sagen: „Moin! Und danke für die Gastfreundschaft!“ „Gerne“, antworte ich und meine das auch so. „Ihr seid immer herzlich willkommen.“ Zwar hat der Mann zu bedenken …

Die Sache mit den Erdbeeren

Von wegen Wasser! „Ich bestehe zur Hälfte aus Erdbeeren“, unkt der Mann. Dabei hat alles eher harmlos begonnen. In der Gärtnerei hatten wir ein paar zarte Erdbeerpflänzchen erstanden und im Hochbeet einquartiert. Wir freuten uns über jedes einzelne Früchtchen, das im darauffolgenden Sommer das Licht der Welt erblickte. Jede Erdbeere …

Frühstück mit Frosch

„Hehehe!“, bellte der fliegende Teppich in einer Lautstärke, dass der Boden bebte und die Bäume wackelten. Sturm-Julchen wehte heran, eine Naturgewalt. Prophylaktisch verzogen wir uns ins trockene Schilf, denn ein rennender Hund ist schwer zu bremsen. Als Henne weißt du nur zu gut, wie das enden kann. Der Teppich verfügt …

Himmelhuhnundmeer!

Es war zum Pferdeäpfelpürieren: Das Gackervieh wurde immer dreister. Seit einem Jahr liefen sie nun schon kreuz und quer durch mein Areal. Zwar mundeten ihre Hinterlassenschaften nicht schlecht, auch konnte hund sich ab und zu ihr Körnerzeug reinziehen, doch welch gefiederte Impertinenz musste man dafür ertragen! Dabei galt das „Don’t …

Die Zeit mit uns

Die kuriosen Auswirkungen der Isolation, jenes leichte Durchdrehen. Wie der Moment, wenn man des Lachens wegen weiterlacht. Unbegründete Glücksgefühle. Rundherum ist alles anders und doch normal. Weil das Leben nie still steht, die Zeit nie anhält. Nur bewegen wir uns nicht weiter wie zuvor. Die Hektik ist davongeflogen. Wir sehen …

Das fliegende Kalb

Wie im letzten Sommer trockneten auch dieses Mal die Gräben rund um die Weiden aus. In früheren Zeiten behalf man sich, indem man Meerwasser in die Gräben spülte, die normalerweise der Entwässerung des Marschlandes dienen. So gibt es auf der Halbinsel wenig Zäune, da die Gräben quasi als natürliche Grenzen …

Matilda!

Es geschah an einem Sonntagnachmittag. Aus einem Gebüsch an unserem Grundstück ertönte ein klägliches Miauen. Ich ging zu der Stelle hin, konnte aber nichts sehen. Also kramte ich in Andenken an den guten Kater Mats meine Fremdsprachenkenntnisse hervor und miaute zurück. Ohne zu wissen, was ich genau sagte. Doch ich …

Herbst an der Küste

Als endlich Sommer war, hast du es gleich allen gesagt und bist nie müde geworden, es zu wiederholen. Wie ein Mantra. Allein den Herbst willst du zunächst nicht wahrhaben, bedeutet er doch das Ende deiner Lieblingsjahreszeit. Der Spätsommer ging in Verlängerung, und noch einmal. Ein letztes Bad im Meer. Irgendwann …

Sommerliebe

Lange schlafen war gestern. Sommer ist, wenn du mit den Hühnern ins Bett gehst und bei der Nachtlektüre gleich einschläfst, egal wie gut sie ist. Zu viel frische Luft! Ihr frühstückt selbst am Wochenende schon um 8 Uhr morgens draußen, während ein Trecker vorbei rattert. Die Hunde linsen hoffnungsvoll auf …

Frühling für Landeier

Ein weiterer Beitrag aus der beliebten Landei-Serie. Für alle, die ohne Bedenken aus der Stadt wegziehen wollen und sich nicht darüber im Klaren sind, dass ein solch fundamentaler Schritt nicht nur das gewohnte Leben komplett auf den Kopf stellt. Es verändert dich. Und zwar nicht nur in punkto Gummistiefel kontra …