Samba am Dockkoog

Was für eine Wahnsinnszeit hatten wir auf der Hummelwiese! Oskar, Mogli, Alma, Pookie, Norbert, Missy und meine Wenigkeit. Jetzt mal ganz ehrlich: Unsere Brüderchen hatten keine Chance! Sie waren süß, aber wir Mädels hatten alles im Griff. Auch den damals sehnsüchtig erwarteten Besuch – „Frischfleisch“, wie unsere Königinmutti zu sagen …

Himmelschlickundmeer!

„Du bist ja verrückt“, meinte die Frau mit der Sonnenbrille. Sie saß am Nachbartisch in Norderhafen auf Nordstand und freute sich über meinen Besuch – trotz der eher ungewöhnlichen Worte. Madame beeilte sich, ihr beizupflichten. Von wegen: mal was anderes als die übliche „Oh wie süß“-Tirade… Verrückt! Und die Nachbarin …

Die Rikscha

Auf dem Deich und in unserem 30er-Zone-Kiez hatte ich alles unter Kontrolle. Meistens. Für ein fahrendes Auto ließ ich sogar meinen Freund Buddy stehen. Halt! Stop! Sollten sich die Insassen doch wundern, dass die diensthabende Polizistin einem kurzbeinigen Lama glich. Oder frisch der Sesamstraße entsprungen war, wie meine Personal Trainerin …

Auf Elch-Safari

Weg. Madame war wieder mal unterwegs. Plötzlich sah ich Papi, meinen süßen Plüschelch, mit anderen Augen. Kam er aus Norwegen? Aus dem Land, in das Madame entschwunden war? Würde sie schneller zurückkommen, wenn ich ihn ein bisschen herzte? Nicht, dass mir langweilig war. Ich hatte mit Monsieur am Dockkoog ein …

Die Pferdeflüsterin

Es war eine jener unglaublichen Mittfrühlingsnächte. Feucht und frisch die Luft, darin der intensive Geruch nach dampfender Erde, Wiesenkräutern und Meer. Ich hörte den Schafen und Lämmern zu, die unendlich viel zu konferieren hatten. Aber auch Kühe, Pferde und Gänse waren recht kommunikativ. Nur ich durfte ihnen nicht lauthals antworten …

Männer und Elche

Kerle konnten so anstrengend sein! Sie stibitzten einem das Plüschtier vor der Nase weg, machten sich an fremdes Futter heran, schmachteten Madame et Monsieur mit schönen grünen Augen an und legten sich dann mit einer Dreistigkeit auf ein Bett, das ihnen nicht mal im Traum gehörte! Vor allem gingen sie …

Bei den Waldfeen

Im Hochdorfer Garten Als waschechter Nordseehund kannte ich einen Wald nur vom Hörensagen. Würde ich dort Feen, Elfen, Trolle und Gnome treffen? Ich traute mich nicht, Madame et Monsieur danach zu fragen. Als wir loszogen, um den Wald zu entdecken, schloss sich uns die süße Lola spontan an, mein ehemals …

In der Wüste

Im Schatten des Cafés machte ich Gebrauch von meinem Bewegungsverweigerungsrecht. Lediglich auf Leckerli reagierte ich sparsam. Es war brütend heiß wie im Sommer, und die Lutscher faselten etwas von 24 Grad Celsius. Scheinbar mochten sie das. Ich also immobil. Fragte doch tatsächlich so ein neunmalkluges Mädchen: „Läuft der nur mit …

Kurs auf Nordstrand

Sanft schaukelte ich in meiner Koje hin und her, wir hatten leichten Seegang. Da unterbrach ein lieblich geflötetes „Heeejjjjjjj!“ meine Träume. Vermutlich waren wir vor Dänemark gestrandet! Ich musste sofort kontrollieren, ob die Korvette beim Aufsetzen Schaden genommen hatte. Als ich die Augen aufschlug, strahlte die Sonne durch blaues Plastik …

Das rote Tuch

Husum, Außenhafen: Jetzt reisten die Fans schon im Pulk an! Mit dem Bus! Ein ganze Schulklasse blieb stehen, als sie mich erblickte. Ok, an jenem Tag sah ich besonders süß, putzig, knuffig und hübsch aus: Madame hatte die rote Leine gewählt und passend dazu das rote Fischertuch aus Nordstrand um …