Schatzsuche

Weg. Die Rindviecher hatten sich ohne weitere Absprache verdünnisiert. Diese Weicheier! Bei den ersten Temperaturen gegen Null verkrochen sie sich in ihrer Hütte. Madame meinte, der Herr Bauer hätte das Ganze so arrangiert. Doch sie wollte seine Telefonnummer partout nicht ‘rausrücken. So machte es für mich zunächst keinen Sinn mehr, …

Herbstblues

Die Herbstblätter tanzten durch die Luft, und ich hüpfte leichtfüßig wie eine Gazelle hinterher. Es waren so viele! Sie versammelten sich zu Stöberbergen, die man gründlich untersuchen oder mal richtig aus dem Konzept bringen konnte. Einige blieben aus unerfindlichen Gründen am Maul hängen, womit man unter Lutschern garantierte Lacherfolge erzielte. …

Schlaraffenland

Männer! Sie waren wie Chips: entweder zu lasch oder zu scharf. Buddy gehörte zu letzteren – eindeutig. Jedes Mal, wenn wir aufeinander trafen, freuten wir uns riesig. Doch dann fand er mich eine Spur zu sexy. Am liebsten mochte ich, wenn er sich wie ein Welpe auf den Rücken warf, …

Wasserbäuerin

Im Dithmarschen hatte ich eine neue Freundin: Kira, eine dreijährige britische Hütehündin. Kein bisschen wasserscheu, die Gute. Sie bewegte sich geschmeidig wie eine Robbe in den auflaufenden Fluten am Wesselburenerkoog und wollte gar nicht mehr raus aus dem Wasser. Ausnahmsweise, und weil Madame flugs ihre Hosenbeine hochkrempelte und auf Kneipp …

Musik im Blut

Die Kühe hatten den Rhythmus. Verstummt und völlig baff schaute ich ihnen zu. Wir waren auf Eiderstedt – wie so oft in der letzten Zeit – auf dem Weg zu dem geheimnisvollen Haus der 1001 Gerüche. Plötzlich musste Monsieur wegen der Kühe stoppen, die sich unbefugterweise auf der Fahrbahn ausbreiteten. …

Wolke auf Wiese

Alles hat ein Ende. Abgesehen davon plädiere ich in punkto Würste für Endlosigkeit. Aber jetzt mal im Ernst: Ich musste einen Schlussstrich ziehen, damit es wieder aufwärts ging. Ein letztes Mal ging ich also mit Madame zu allen möglichen Postannahmestellen: Schobüll, Dockkoog, Husumer Hafen. Sogar die Seeleute, die dort vor …

Herbstwonnen

Nach dem Monsun zog der Herbst bei uns ein. Das hatte zwar den Vorteil von optimalen Temperaturen, doch …. Himmelschafundmeer! Wer hatte meine Pferde geklaut? Bestimmt hatte der Schatten der Pferde sie eingesammelt, als ich mal kurz eingenickt oder unterwegs war. Bis auf ein paar Rabenzurechtweisungen hatte ich relativ wenig …

Trio infernale

Chachaputi! Angeblich ein Begriff aus einem verschollenen Inka-Dialekt, der soviel bedeutete wie Sonne im Herzen und Hummeln im Hintern. Für mich war es der abgefahrenste aller Namen, den Madame für mich oder die Rennplüsche produziert hatte. Meistens nannte sie mich einfach nur Chacha, doch ich wusste nicht, ob damit der …

Zeit für Bratkartoffeln

Überall roch es nach Bratkartoffeln. Darum liebte ich mein Land so! Auch wenn es manchmal verdammt stürmisch war, und ich überhaupt keine Lust auf den Dockkoog hatte. Wenn es derart pfiff, flog man auf der Landzunge fast weg. Und mein Plüsch tanzte Rock‘n Roll. Außerdem hatte ich dort letztens eine …

Nasse Wüste

Mein heißgeliebtes St. Buddel! Endlich waren wir wieder da. Nicht nur wegen der wüstenähnlichen Zustände war ich glücklich. Da Popeyes Flaschenpost nicht wie erwartet in Schobüll aufgetaucht war (ich berichtete), musste sie in St. Buddel hängengeblieben sein. Das hätte wetter- und windbezogen Sinn gemacht. Denn sogar Seehunde strandeten neuerdings auf …